Psychologie

54 Studien: Doppelresidenz/Wechselmodell für Kinder auch besser bei Hochstrittigkeit der Eltern

Internationale Studien werden nach wie vor von BGH und untergeordneten Gerichten misachtet. Einer Meta Studie von Linda Nielsen zufolge geht es Kindern in einer Doppelresidenz/Wechselmodell bei 

  • Hochstrittigkeit
  • wenn ein Elternteil ursprünglich die Regelung ablehnt
  • gerichtlicher Anordnung

sogar besser als in herkömlichen Betreuungsregelungen.

BMFSFJ Studie: Mehrheit der Trennungseltern wünscht sich Doppelresidenz

Getrennt leben – gemeinsam erziehen: Politische Weichenstellungen zum gesellschaftlichen Leitbild der Doppelresidenz

Nur 1/3 der getrennt lebenden Eltern sind mit den getroffenen Betreuungsarrangements zufrieden, mehr als die Hälfte wünscht sich eine gleichberechtigte und gleich verantwortliche Elternschaft nach einer Trennung, so die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des SPD geführten BMFSFJ.

Die SPD hatte sich zuletzt gegen die Grundannahme gemeinsamer Elternschaft nach einer Trennung gestellt und wollte nur in Hinsicht auf den BGH Beschluss nachbessern. In Bezug auf die klare familienpolitische Position der FDP welche mit Wahlerfolgen einhergeht, scheint man nun kalte Füße zu bekommen.

Die Kindlichen Bedürfnisse im Zusammenhang mit einer Trennung der Eltern verstehen

Ergebnisse der 3. internationalen Konferenz zur gemeinsamen Elternschaft (shared parenting)

(Im Original erschienen in Psychology Today am 26. Juni 2017, Autor Prof. Dr. Edward Kruk, aus dem englischen Übersetzt von Markus Witt)

Elternkongress Eltern sein - Eltern bleiben

Datum: 
Freitag, 7. Juli 2017 (All day)
Ort: 
Stiftung Marienheim Stuttgart

Rahmenbedingungen für gemeinsam oder getrennt erziehende Eltern –
Die Rolle der familialen Professionen und die Verantwortung der Politik

Stiftung Marienheim Stuttgart
Katharinenstraße 4
70182 Stuttgart

Veranstalter: 
VAfK Bundesverein

Justizministerkonferenz: Doppelresidenz (Wechselmodell) für Kinder soll gesetzlich geregelt werden

Nach dem erdrutschartigen Sieg der FDP in NRW sehen die anderen Parteien in Sachen Familienrecht und Familienpolitik ihre Felle davon schwimmen.

Auf Initiative Sachsens hat sich nun die Justizministerkonferenz am 22.07.2017 dafür ausgesprochen, dass die Doppelresidenz gesetzlich geregelt werden soll. Es brauche einheitliche klare Vorgaben und eine Anpassung der Gesetze an die gesellschaftliche Realität.

FDP: Kindeswohl in den Mittelpunkt der Familienpolitik. Familienpolitischer Abend mit interessanten Gästen aus der Gesellschaft und Politik.

Datum: 
Freitag, 23. Juni 2017 - 19:00
Ort: 
Siegburg

Hotel – Restaurant Kasserolle
Seidenbergstraße 64
53721 Siegburg - Wolsdorf

Veranstalter: 
Sonstiger Veranstalter

Handlungsbedarfe und Ideologien bei der Bewältigung von Trennung und Scheidung

 Ein Beitrag aus der Sicht der Jugendhilfe 

Die empirische Befundlage und die Praxiserfahrung der Jugendhilfe zeigen, dass aus Sicht der Jugendhilfe „Single parenting“ nicht als Erfolgsmodell angesehen werden kann. 

Welches Modell dann? 

Für eine gelingende familiäre Nachtrennungsgestaltung lassen sich auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse der Scheidungsforschung Kriterien benennen: 

VÄTER WEGE

Datum: 
Dienstag, 25. April 2017 - 18:00 - 20:30
Ort: 
Familienraum St. Anna, K.-Ehrenfeld

Die Coaching-Gruppe für Väter in Konflikt- und Trennungslagen

• Anmeldung & Infos: www.koelnervaeter.de
• Tel.: 0221-22299622

Veranstalter: 
Sonstiger Veranstalter

BGH stärkt Kinderrechte: Anordnung von Wechselmodell (Doppelresidenz) auch gegen den Willen eines Elternteils möglich

Der BGH stellt fest, dass das Gesetz das Wechselmodell nicht ausschliesst. Das ist insofern skandalös, als dass dieser Blick in das Gesetzbuch auch den Vorinstanzen möglich gewesen wäre (vgl. z.B. AG Heidelberg 31 F 15/14 und AG Erfurt 36 F 1663/13). Letztlich also erst jetzt festgestellt wird, dass seit Jahrzehnten Kindern das Grundrecht auf Betreuung durch beide Eltern durch Gerichte gesetzwidrig verweigert wird.

Seit 01.01.2017: Schweiz führt alternierende Obhut (Wechselmodell/Doppelresidenz) gesetzlich ein.

Während Deutschland nach wie vor auf der linken Spur mit Schrittgeschwindigkeit daher dümpelt überholen die Europäischen Nachbarn immer wieder rechts. Nunmehr die doch eher konservative Schweiz, in der sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Kinder Vater und Mutter gleichermaßen brauchen.

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