Wechselmodell

Zukunftsdialog: Gleiche Elternverantwortung für jedes Kind

Kinder verdienen die volle Zuwendung durch beide Eltern und haben durch einvernehmliche Zeugung und Empfängnis das Grundrecht von ihren leiblichen Eltern erzogen zu werden. Kinder brauchen Vater und Mutter für ein gesundes Heranwachsen.
Hier Abstimmen: https://www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=1161

Doppelt hält besser - Themenabend Doppelresidenz

Datum: 
22. März 2012 - 19:00 - 22:00

Zwei Zuhause nach Trennung und Scheidung erhalten Kindern beide Eltern

mit Angela Hoffmeyer, Bundesvorstand Väteraufbruch für Kinder e.V.
Gast: Jan Piet de Man ("Vater" des belgischen Sorgerechts)
Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander -
als Mutter und Vater bleiben sie lebenslang in der Verantwortung. Denn für ihre Kinder gilt:
Kinder brauchen beide Eltern!

Veranstalter: 
VAfK Kreisverein Köln

Kriterien für Entscheidungen über die gemeinsame Sorge und die persönlichen Kontakte des Kindes (Umgang)

Grundsätzlich ist aus entwicklungspsychologischen und pädagogischen Gründen eine möglichst intensive Beziehung zu beiden Elternteilen anzustreben. Das ,,Optimalmodell" wäre eine 50:50-Regelung.
 

Themenabend „Doppelresidenz – vom Modell zur Praxis“

Datum: 
27. Januar 2012 - 19:00 - 22:00
Ort: 
Duisburg

Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander -  als Mutter und Vater bleiben sie lebenslang in der Verantwortung. Denn für ihre Kinder gilt: Kinder brauchen beide Eltern!

Veranstalter: 
VAfK, anderer Kreisverein

DJI zum Wechselmodell (gemeinsame Betreuung): Wenn Eltern sich trennen: Familienleben an mehreren Orten

Ergebnisse der von der VolkswagenStiftung geförderten Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“ am DJI geben näheren Aufschluss darüber, in welch unterschiedlichen Familien- und Wohnarrangements Kinder nach einer Trennung der Eltern aufwachsen.

OLG Saarbrücken: Eigenmächtige Mitnahme des Kindes nach Trennung ist als eingeschränkte Erziehungseignung zu bewerten.

Nimmt ein Elternteil ohne Zustimmung des anderen das Kind in der ersten Phase der räumlichen Trennung der Eltern spontan aus seinem bisherigen Lebenskreis mit dem Ziel seiner dauerhaften Verbringung in eine neue Umgebung heraus, so dient dies häufig nicht dem Wohl des Kindes. Solch eigenmächtiges Verhalten ist auch schon im einstweiligen Anordnungsverfahren gewichtig im Rahmen der Beurteilung der Erziehungseignung dieses Elternteils zu berücksichtigen.

Neuer Konfliktstoff für gemeinsame Betreuende Eltern. Der BFH entschied: Nur ein Elternteil kann Entlastungsbetrag für Alleinerziehende geltend machen

Auch wenn sich das Kind in annähernd gleichem Umfang wechselweise bei seinen getrennt lebenden Eltern aufhält, steht der einkommensteuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nur einem Elternteil zu.
Typischer Fall bei dem Eltern nunmehr aufgezwungen wird eine Entscheidung zu treffen, die für die eine Seite einen Nachteil, für die andere Seite einen Vorteil beinhaltet. Das Resultat: die Eltern streiten und nach der bisherigen Logik verliert ein Elternteil sein Kind.
Recht != Gerechtigkeit

BGH Urteil: Für die Betreuung des gemeinsamen Kindes ist grundsätzlich auch der andere Elternteil in Betracht zu ziehen

Der BGH hat [zum Betreuungsunterhalt] entschieden, dass für die Betreuung des gemeinsamen Kindes grundsätzlich auch der andere Elternteil in Betracht zu ziehen ist, wenn er dies ernsthaft und verlässlich anbietet.
Im konkreten Fall entlaste der Vater die Mutter bereits durch die von ihm wahrgenommenen Umgangszeiten. Hierdurch werde jedenfalls an einzelnen Tagen schon eine vollschichtige Tätigkeit möglich.

Tschechien verankert Wechselmodell im Gesetz

Der genaue Text des geänderten Paragraphen lautet:
"Falls beide Eltern erziehungsfähig und an der Kindeserziehung interessiert sind, vertraut das Gericht das Kind in das Wechselmodell an, falls es dem Kindeswohl entspricht."
 
In der Slovakai wird in Kürze eine noch weitreichendere Formulierung in Bezug auf das Wechselmodell als Regelfall der Kinderbetreuung in das Gesetzbuch aufgenommen.

Literaturliste und Links

Fachtagung „Umgang sicherstellen – Vaterlosigkeit verhindern“
Köln, 20.07.2011, Landschaftsverband Rheinland

Prof. Dr. Uwe Jopt (Hrsg.), „Lösungsorientierte Arbeit im Familienrecht“ , Köln 2007
 
Richter Jürgen Rudolph, „Du bist nicht mein Kind – Wege zu einem menschlicheren Familienrecht“, Berlin 2007
 

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