Referenten
Prof. Dr. Matthias Franz
Wenn der Vater fehlt – die Folgen kriegs- und trennungsbedingter Vaterlosigkeit für die Entwicklung der Kinder
Matthias Franz ist Universitätsprofessor am Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin in Düsseldorf, Psychotherapeut, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychoanalytiker.
Arbeitsschwerpunkte
- Forschung zu den Themen Bedeutung des Vaters und Vaterlosigkeit, Alleinerziehende
- Häufigkeit, Ursachen und Prävention psychosomatischer Erkrankungen
- Entwicklung bindungsorientierter präventiver Elterntrainings
- Emotionsforschung, Alexithymie
Publikationen
- Franz, M. (2009), PALME – Präventives Elterntraining für alleinerziehende Mütter.
- Franz, M., West-Leuer, B. (Hg.) (2008), Bindung – Trauma – Prävention.
- Franz, M., Frommer, J. (2008) (Hg.), Medizin und Beziehung.
Internet
www.palme-elterntraining.de
www.maennerkongress2010.de
Ulla Bundrock-Muhs
Umgangspflegschaft – die Frage nach dem gepflegten Umgang. Aspekte der Möglichkeiten im Dialog mit den Notwendigkeiten
Ulla Bundrock-Muhs arbeitet freiberuflich u.a. als Krisencoach, traumapsychologische Fachberaterin und zertifizierter Verfahrensbeistand / Umgangspfleger.
Als Anwalt des Kindes ist es ihr Anliegen,
- Kindern und Jugendlichen mit ihren Gedanken Gehör zu verschaffen und
- in der streitbaren Welt der Erwachsenen ihre Seite zu vertreten.
Ulla Bundrock-Muhs moderierte 2009 in Würzburg die Veranstaltung „Welche Rolle spielt die Schule bei konfl iktreichen Trennungen“. Ferner hat sie eine Kooperation, die Aufwand und Nutzen eingesetzter Gelder im Rahmen der im Moment gängigen Arbeitsweisen untersucht, mit der Fachhochschule Düsseldorf initiiert und umgesetzt. Ihr Ziel hierbei ist, wissenschaftlich fundiert nachzuweisen, dass so wie jetzt staatliche Gelder tropfenweise eingesetzt werden, der Nutzen sehr gering ist. Im Gegensatz dazu entsteht jedoch derzeit ein massiver gesellschaftspolitischer Schaden, da „gestörte Beziehungen“ weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen haben.
Internet
Hans-Christian Prestien
Juristische Möglichkeiten zur nachhaltigen Sicherstellung des Kontaktes des Kindes zu beiden Elternteilen und wichtigen anderen Bezugspersonen
Hans-Christian Prestien, geboren 1944, wurde in seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit als Familien- und Jugendrichter und Rechtsanwalt in Kindschaftssachen als unbeugsamer Verfechter der Rechte der Kinder bekannt. Hans-Christian Prestien hat als Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderschutzbundes (Bundesverband) eine interdisziplinäre unabhängige „Anwaltschaft des Kindes“ für alle behördlichen und gerichtlichen Kindschaftsverfahren zusammen mit Psychologen, Kinderärzten und Juristen bereits in den frühen achtziger Jahren konzipiert. Zur Realisierung dieser Konzeption gründete er 1983 den Verband „Anwalt des Kindes“. Hans-Christian Prestien war als Gesetzesvorlagen erarbeitender Richter und Sachverständiger für den Deutschen Kinderschutzbund maßgeblich an der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum gemeinsamen Sorgerecht in Deutschland beteiligt. Er ist zudem Verfechter der von Jürgen Rudolph entwickelten Cochemer Praxis. Eine entsprechende Praxis wurde auch von ihm in der Zeit der Richtertätigkeit geübt.
Hans-Christian Prestien ist heute nach seiner Pensionierung 2009 Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes des Verbandes Anwalt des Kindes und 1. Vorsitzender des Landesverbandes Berlin/Brandenburg. Für seinen ehrenamtlichen Einsatz ist er 2003 als „Botschafter der Wärme“ ausgezeichnet worden.
Internet
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