Workshop I - Grundlagen Verfahrensrecht am 21.04.18 in Köln

Datum: 
Samstag, 21. April 2018 - 9:00 - 18:00

Direkt zur Anmeldung

Anhand konkreter Fallbeispiele werden die Gesetzeskontexte erläutert, Verfahren durchgespielt und ermöglichen damit den Teilnehmern eine Grundlage zum besseren Verständnis. Die Veranstaltung gibt konkrete Impulse zum eigenen Handeln im Rahmen der Eigeninitiative.

Die Workshops werden von Dipl.-Jur. Manfred Hermann als Gruppenarbeit durchgeführt.
 
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Strategie und Taktik der Verfahrensführung – verfahrensrechtliche Grundlagen, Förmlichkeiten im Umgang mit Behörden und Gerichten

Es zeigt sich immer wieder:

Wer in die Fänge des praktizierten deutschen Familienunrechts kommt, steht diesem hilflos gegenüber. Das muss nicht so sein. Man muss nur den Willen haben, die außergerichtliche und gerichtliche Vertretung seiner eigenen Interessen, und vor allem die Vertretung der Interessen seiner Kinder in seine eigenen Hände zu nehmen.

Um eine reale Chance zu haben, sich durchsetzen zu können, muss man sich mit dem „Spielfeld“, auf das man sich begibt, und mit den dort geltenden „Spielregeln“ vertraut machen, d.h. mit dem sog. Verfahrensrecht der jeweiligen Gerichtsbarkeit (Familiengericht; Verwaltungsgericht; Sozialgericht; …) und dem des (außergerichtlichen) Verwaltungsverfahrens.

In diesem Workshop sollen die Grundlagen gelernt werden. Es wird erarbeitet, auf welche „Spielfelder“ man gerät und welche „Spielregeln“ dort gelten, was die „Spielfelder“ und die jeweiligen „Spielregeln“ gemeinsam haben, und was unterschiedlich ist, auch welche „ungeschriebenen Spielregeln“ (= fiese Tricks) es gibt, und wer diese „fiesen Tricks“ wann und wo anwendet. Es werden Hilfsmittel, und Arbeitstechniken vorgestellt, mit denen man sich selbst schlau macht über diese „Spielregeln“. Vor allem aber werden solche Strategien und Taktiken erarbeitet, die den jeweils betroffenen Elternteil in die Lage versetzten, selbst aktiver „Mitspieler“ dieses – leider oftmals bitterbösen – „Spiels“ zu bleiben, und nicht zum bloßen „Spielball“, zum Opfer degradiert zu werden.

Im zweiten Teil des Workshops werden anhand konkreter Fallbeispiele erste Gesetzeskontexte erläutert und Verfahren durchgespielt. Dies ermöglicht den Teilnehmern ein besseres Verständnis und macht sie zum kompetenten Gesprächspartner des eigenen Anwalts, des Jugendamts und des Familienrichters.

Dieser Workshop 01Strategie und Taktik der Verfahrensführung: Grundlagen, Förmlichkeiten im Umgang mit Behörden und Gerichten“ ist eine gute Basis, um einen Einstieg zu finden in das Spiel „Verfahrensführung in familienrechtlichen Streitigkeiten“. Er ist mit seinem Grundlagenteil die Basis für die weiteren Workshops, in denen an echten Fällen die Anwendung der „Spielregeln“, also des jeweiligen Verfahrensrechts, zu jeweils einem familienrechtlichen Themenschwerpunkt wie z.B. „elterliche Sorge“, „Umgang“, „Kindesunterhalt“, usw. geübt wird.

Die Veranstaltungen dieser Workshop-Reihe geben konkrete Impulse zum eigenen, selbstbestimmten Handeln, zur Eigeninitiative in den eigenen Angelegenheiten.

Nach intensiver und selbständiger Beschäftigung mit den Themen aller Workshops, sowie der intensiven Nachbearbeitung anhand der Teilnehmermaterialien sollten die Teilnehmer in der Lage sein, sich u.a. folgende Fragen zu beantworten:

  • Was ist mein Problem?

-       Vollendete Tatsachen geschaffen durch den anderen

-       In-Besitznahme des Kindes zum Zwecke der Erlangung von Geld

-       Wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen den Elternteilen

-       das Jugendamt als Beistand des Kindes

-       Verfahrenskostenhilfe

  • Was ist mein Ziel?

-       Übernahme der Elternteilverantwortung durch (Mit-)Übernahme von Betreuung und Erziehung des Kindes

-       Abwehr von ungerechtfertigten Geldforderungen

-       Abwehr des eigenen wirtschaftlichen Ruins

  • Welche formalen und inhaltlichen Anforderungen sind an eine Betreuungs- und Unterhaltsregelung zu stellen?
  • Wie ist die Ausgangssituation einzuschätzen?
  • Mit welchem Verlauf muß ich rechnen?
  • Welche Schritte kann und sollte ich ergreifen?
  • Welche Schritte können im Vorfeld eines Verfahrens die Ausgangssituation optimieren?
  • Wie ist die Gesetzeslage?
  • Was ist bereits in einem frühen Stadium zu beachten, um mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), oder des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGHMR / EGMR) die Kinder- und Elternteilrechte durchsetzen zu können?
  • Welche Beteiligten sind involviert, und welche Aufgaben, Einstellungen, Rechte und Pflichten, haben diese Beteiligten (Jugendamt, Verfahrensbeistand, Sachverständiger, Rechtsanwalt, Richter)?
  • Wann liegt Rechtsverweigerung und Rechtsbeugung eines Gerichts vor?
  • Mit welchem Fehlverhalten der Beteiligten ist zu rechnen und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
  • Welche Risiken, und welche Chancen ergeben sich, wenn die Gegenseite auf Konflikt schaltet?
  • Welche Risiken und Gefahren muß man kennen, abwägen und abwehren können?
  • Welcher Rechtsanwalt paßt zu mir und zu der Konstellation? Wie können Rechtsanwalt und Mandant optimal zusammen arbeiten und sich optimal ergänzen?
  • Wie ist der Weg durch die Instanzen zum Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), und bis zum Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGHMR / EGMR)?

Dieser Workshop „Verfahrensrechtliche Grundlagen" ist eine gute Basis um, um einen Einstieg zu finden in das Spiel "Verfahrensführung in familienrechtlichen Streitigkeiten". Er ist mit seinem Grundlagenteil Basis für die weiteren Workshops zu Beispielen familienrechtlicher Probleme wie z.B. solcher betreffend das Sorgerecht, das Umgangsrecht, u.s.w. Er ermöglicht, in weiteren Workshops weiteres Wissen zu erwerben und auch in diesen weiteren Themen familienrechtlicher Fragen ein ernst zu nehmender "Mitspieler" zu werden. 

Ort

Alte Feuerwache
Melchiorstr. 3
50670 Köln

ÖPNV

S-Bahn Hansaring, U-Bahn Ebertplatz

Arbeitsmaterial

Alle Teilnehmer sollen sich das Buch "Familienrecht" aus der Reihe "Beck-Texte im dtv" (ISBN 978-3-423-05577-2) besorgen und mitbringen.

Kosten

inklusive Tagesverpflegung 90€ pro Person. Für VafK/EfKiR Mitglieder und Geringverdiener / Arbeitslose 45€ pro Person und Veranstaltung.

Nach Ihrer Anmeldung und unserer Rückbestätigung gilt Ihre Teilnahme erst mit Überweisung des Beitrags als von uns verbindlich gebucht und reserviert. Überweisen Sie bitte den Betrag an folgendes Konto:

VafK Köln e.V.
Sparkasse KölnBonn
BIC COLSDE33
IBAN DE95 3705 0198 1931 8812 60
 
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden Anmeldungen nach Zahlungseingang berücksichtigt.
 

Hier geht es zur Anmeldung

Veranstalter: 
VAfK Kreisverein Köln