Johannes Fels

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Johannes Fels lebt seit 15 Jahren getrennt von der Mutter seiner Kinder. Das Gutachten, das ihm die Kinder zusprach, wurde von Familiengericht vom Tisch gefegt. Er ist ein Papa wie viele, besuchte mit den Kindern Krabbelgruppen, Kinderturnen, Kinderschwimmen und ließ sich auch ansonsten nicht nehmen, sich hundertprozentig um seine Kinder zu kümmern.

Fels musste aber die bittere Erfahrung machen, dass vor dem Familiengericht die Mutter "das personifizierte Kindeswohl" darstellt. Obwohl sich das Familienbild in der Gesellschaft längst verändert hat, ist diese Veränderung bei den Familiengerichten immer noch nicht angekommen. "Väter sind heute sehr stark in die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder integriert", so Fels. Nach der Trennung bekämen Väter jedoch nie einen gleichberechtigten Anteil an der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder, findet Fels. Er meint, es bestehe "ein politischer Handlungsbedarf, der nur mit der Einführung des Wechselmodells als Standard für die Kinder nach der Trennung der Eltern erfüllt werden kann. Darüber hinaus benötigen wir eine verbindliche Quote von 50% Väterbeteiligung bei der Betreuung und Erziehung der Kinder nach der Trennung."

Sein Schwerpunktthema liegt in der Gleichberechtigung von Müttern und Vätern, der Einführung des Wechselmodells/ Doppelresidenzmodells und der Väterquote bei der Kinderbetreuung und Erziehung. "Mit dem Wechselmodell/ Doppelresidenzmodell und der damit verbundenen Europarats-Resolution haben wir ein Instrument an der Hand, mit dessen Einsatz man die Betreuung von Scheidungskindern auf beide Eltern gerecht verteilen kann. Da die Widerstände gegen die Erziehungsbeteiligung der Väter erheblich sind müssen wir auf die Straße gehen. Nur wenn die Politik uns als starke Masse wahrnimmt haben wir eine Chance, die Rechte unserer Kinder auf beide Eltern und unsere Rechte durchzusetzen. Daher würde ich mich freuen, wenn alle direkt und indirekt betroffenen am Samstag, 11. Juni, nach Köln kommen. Nur gemeinsam sind wir stark, nur gemeinsam erreichen wir was. Ich freue mich natürlich auch auf Frauen, die für echte Gleichberechtigung demonstrieren wollen."

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