Sondierungsergebnis von CDU/CSU und SPD zur Familienpolitik

in

Das Kinderrecht auf beide Elternteile, auch auf den Vater kommt bei CDU/CSU und SPD nicht vor

Sindelfingen, 14.01.2018 - Von Johannes Fels

Schon die Überschrift „Familien, Frauen und Kinder“ im Sondierungsprotokoll lässt erahnen, dass die Familienpolitik der neuen GroKo an die verfehlte Familienpolitik der alten GroKo nahtlos anknüpfen wird. Väter werden aber nicht nur in der Überschrift ausgeschlossen.

Geldmittel für die Kinderbetreuung und die Bekämpfung von Kinderarmut sind wichtig. Die Kinderarmut in Deutschland besteht aber nicht nur aus finanziellen Mangelzuständen. Die emotionalen Missstände sind hier noch sehr viel größer. Und diese emotionalen Missstände werden von den GroKo-Parteien eher gefördert als bekämpft. Die GroKo-Parteien wollen ihre Klientelpolitik zu Lasten der Kinder beibehalten.

Die Probleme der Kinder, die mit dem Verlust eines Elternteils bei Trennung und Scheidung belastet sind, werden nach wie vor nicht berücksichtigt. Obwohl der Europarat schon 2015 in seiner Resolution 2079 die Einführung des Doppelresidenzmodells fordert, spielt dies bei CDU/CSU und SPD keine Rolle. Der Europarat will über die Einführung des Doppelresidenzmodells erreichen, dass Kindern nach Trennung und Scheidung der Erhalt beider Elternteile garantiert wird.

Die Einführung des Doppelresidenzmodells als Standardmodell nach Trennung und Scheidung ist ein Menschenrecht.  Die KiMiss-Studie der Universität Tübingen kommt zu dem Ergebnis, dass es wegen der fehlenden Umsetzung der Europaratsresolution 2079 bei der Hälfte der hochstrittigen Scheidungen in Deutschland zum Missbrauch der betroffenen Kinder und des ausgeschlossenen Elternteils kommt. Die GroKo hält trotzdem am kinderfeindlichen Residenzmodells, der Ein-Eltern-Familie fest.   

Johannes Fels, Sindelfingen
Johannes.Fels@Ein-Vater.de