Ursula Schieferstein

Vor drei Jahren zog Ursula Christine Schieferstein nach Baden-Württemberg, um dort ihren Sohn und kleinen Enkel an den Papa-Umgangstagen zu unterstützen. Diese finden regelmäßig statt. Bis dahin ist die Ex-Airlinerin und Freie Journalistin viel in der Welt unterwegs gewesen.

Jetzt engagiert sich die Großmutter, die einen sehr guten Kontakt zu ihrem Enkel hat, in verschiedenen Ehrenämtern.  Die 68-Jährige lernte durch zahlreiche Kontakte mit anderen getrennt lebenden Vätern (auch Müttern)  die Misere im deutschen Familienrecht kennen und dass es für Väter de facto keine Gleichberechtigung gibt. Sie erlebte, wie manche Kinder in Loyalitätskonflikte und Entfremdung zu einem Elternteil geraten können, jedoch meistens beide Elternteile lieben. Und wie durch das derzeitige Rechtssystem Väter (und damit auch Kinder) meistens auf der Verliererseite stehen und der Kampf um den Umgang mit ihren Kindern manche Väter so zermürbt, dass sie aufgeben.

Die Renterin besuchte Schulungen des Kinderschutzbundes und des VAfKs und versucht, sich für die Rechte von Kindern auf Mutter und Vater einzusetzen.  Insbesondere befürwortet sie das Doppelresidenzmodell, das dem Kind mehr Umgang im Alltagsleben beider Elternteile gibt und somit dem Kindeswohl dient.