Der emotionale Missbrauch des Scheidungskindes

Von Hans-Otto Burschel, Direktor Amtsgericht Bad Salzungen
Definieren würde ich emotionalen Missbrauch dabei als das manipulative Einwirken auf das Kind, um das Verhältnis zum anderen Elternteil nachhaltig zu stören oder zu zerstören.
Kennzeichnend ist dabei die bewusste oder auch nur unbewusste Vermischung der Paar- mit der Erziehungsebene.
Die eigene Gekränktheit und Verletztheit, die durch das Scheitern der Paarbeziehung entstanden ist, wird auf das Kind übertragen. Von dem anderen Elternteil wird ein extrem negatives Bild gezeichnet und dem Kind vermittelt.

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