Wechselmodell: MDR erntet schon vor der Ausstrahlung harsche Kritik

Gleich gehts los:

FAKT IST! 23.04.2018 Soll das Wechselmodell eingeführt werden?

Die FDP will beim Streit um den Umgang mit dem Kind das Wechselmodell als gesetzlichen Standard durchsetzen. Soll das Wechselmodell, bei dem das Kind bei beiden Eltern gleichermaßen lebt, standardisiert werden?
https://www.mdr.de/fakt-ist/index.html

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Kommentare zur Ausstrahlung um 22.05 Uhr

Tim W.
Kleiner Krimi von gestern und heute im Internet:
MDR - Mitteldeutscher Rundfunk MDR Sachsen-Anhalt lässt die User wählen: Das Wechselmodell als Regelfall, oder Individualentscheidung (vor Gericht)?
Es steht 80:20 für die Wechselmodellgegner, trotz Manipulation durch die üblichen Verdächtigen. MDR so: "Wir veröffentlichen das Ergebnis in der Sendung."
Es steht 60:40 für die Wechselmodellgegner. MDR so: "Wir veröffentlichen das Ergebnis in der Sendung."
Es steht 55:45 für die Wechselmodellgegner. MDR so: (). Nichts. Die Ankündigung, dass man das Ergebnis in der Sendung veröffentlichen würde, verschwindet von der Website.
Es steht 45:55, d.h. die Wechselmodellgegner waren plötzlich nicht mehr in der Lage, mit ihren Manipulationen das Ergebnis zu ihren Gunsten zu beeinflussen. MDR so: "Manipulation!!!! Wir beenden die Umfrage!"
Ob von einer oder von beiden Seiten manipuliert wurde mag dahin stehen. Klar ist: die Software des MDR war Manipulation by Design. Eine derartig naive Software, die beliebig viele Votings zulässt, ist im Jahre 2018 der Beweis, dass beim MDR das Internet offenbar Neuland ist. Aber solange die Ergebnisse politisch korrekt waren, fiel die Manipulation komischerweise niemandem auf, nur als das nicht mehr der Fall war, da musste man schnell handeln.
Schlimmer als laienhafte Programmierung und Manipulation-by-Design aber war die Frage, über die die Nutzer abstimmen durften. Es wurde nach dem "Recht am Kind" gefragt. Dieses rechtliche Verständnis ist im Jahre 2018 erschütternd. Lieber MDR: Kinder sind Rechtssubjekte, seit dem die UN Kinderrechtskonvention in Deutschland ratifiziert wurde. Und das ist, für den größten Teil, schon sehr lange her!
Kinder sind demnach Grundrechtsträger, insbesondere genießen sie das Grundrecht auf Betreuung durch beide Eltern entsprechend Art. 6 Abs. 2 GG, das Recht auf familiäre Bande nach Art 8 der EMRK, das Recht, mit seinen Eltern zusammen zu leben, entsprechend Art 9 i.V. mit Art. 18 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, um nur einige Rechtsgrundlagen zu benennen. Es gibt zahlreiche weitere, etwa auf EU Ebene, oder in multilateralen Verträgen wie z.B. dem IPBPR, sowie zahlreiche Resolutionen des in Europa für Menschrenchte zuständigen Europarates, insbesondere die Resolution 2079 (2015), die die Mitgliedsstaaten auffordert, die Möglichkeit der Doppelresidenz in den Gesetzen zu schaffen und die Doppelresidenz nur aufgrund von Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt zu versagen.
Darüberhinaus muss natürlich im Einzelfall entschieden werden - die Frage ist nur, von welcher Basis aus. Nehmen wir an, dass gemeinsame Elternschaft grundsätzlich das Beste für das Kind ist, auch nach Trennung, und prüfen wir dann, ob dies doch abgelehnt werden muss, weil es im Zweifel zu Gefährdungen führt? So will es der Europarat, so will es die FDP. Oder prüfen wir in jedem Einzelnen Fall, was denn "das Beste" für das Kind ist? Gutachter, Jugendämter, und andere, die die Kinder nie gesehen haben, überziehen diese mit Anhörungen, Tests, Gutachten, und versuchen das dann "zu ermitteln". Die Belastung (und die Kosten) werden gerne in Kauf genommen. Dass in diesem Prozess der Ermittlung nicht nur unendlich viel Leid entsteht, und hohe Kosten, sondern die Ermittlung in keiner Weise objektivierbar ist und somit in vielen Bereichen blanke Illusion, spielt dabei keine Rolle.
Es muss sich deshalb dringend etwas ändern: Sind beide Eltern erziehungsfähig und -willig, muss das Wechselmodell regelmäßig eingerichtet werden, wenn das Kind nicht gefährdet wird. So bleibt der Trennungsfamilie eine lange Verfahrenszeit erspart, die Trennungsfamilie und der Steuerzahler sparen viel Geld, und die Kinder kommen in aller Regel viel besser weg, ihre wohlverstandenen Rechte werden realisiert.
Es würde den Rahmen hier sprengen, all die Studien aufzuzählen, die dies mit empirischer Forschung unterlegen, aber es ist zweifelsfrei klar, dass in der gesamten Forschung, die besteht, nahezu immer Doppelresidenz-Kinder bessere Werte über eine Vielzahl von Wohlbefindens- und Entwicklungskriterien gegenüber Residenzmodell-Kindern hatten, und diese wiederum besser dastehen als Kinder, die zu einem Elternteil gar keinen Kontakt haben.
Es ist deshalb an der Zeit, das Residenzmodell, die heutige Lösung einer betreut, einer zahlt, als Ausnahme immer dann einzurichten, wenn Eltern dies wollen und sich darauf freiwillig verständigen, oder wenn eine andere Lösung zu Risiken für das Kindeswohl kommt. In anderen Fällen brauchen wir Vorfahrt für gute Lösungen für Trennungsfamilien, die Doppelresidenz bietet hier den besten Ausgangspunkt für Eltern und Kinder!
Schauen wir uns an, was der MDR daraus macht!

Michael B.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie haben das Voting abgebrochen, da es nicht dem von Ihnen gewünschten Bild entsprach?
Sie haben drei Gegner des Wechselmodells und nur einen Befürworter eingeladen?
Sie erwarteten also genau das gleiche Machtverhältnis bei den im Internet abgegebenen Stimmen?
Vielleicht sollte Ihnen das eine Lehre sein, Mentalitäten und Familienbilder des 19. Jahrhunderts nicht mehr zur unterstützen.
Wer gegen das Wechselmodell und für das Residenzmodell als Standardmodell ist, kann nur ein ewig Gestriger sein.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Baleanu
Vater a. D., dank dem Residenzmodell als Standardmodell

Thomas H.
erstaunlich .... als sich das Blatt wendete wird die Befragung beendet!

Volker S.
Es mag wenig nützen, aber ich habe der MDR-Sendung über das Kontaktformular auch mal eine Nachricht zukommen lassen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
erst veranstalten Sie zu einem so heiklen wie kontroversen Thema eine billigst programmierte Online-Umfrage, bei der jeder, für den das Internet kein Neuland ist, von vornherein wissen musste, dass das Ergebnis ausschließlich von der Motivation einer der beiden Seiten zur fleißigen und x-fach wiederholten Stimmabgabe abhängt. Sie stellen die Frage obendrein so tendenziös, dass jeder User ohne Detailkenntnis über das Wechselmodell geneigt sein wird, mit „Nein“ zu antworten. Dann lassen Sie diese Abstimmung so lange offen, wie sie ein eindeutiges Stimmungsbild gegen das Wechselmodell abgibt – was Ihnen anscheinend gut in die Agenda Ihrer Sendung passt, da Sie einem Wechselmodell-Befürworter gleich drei Gegner gegenüberstellen. Und als die Abstimmung plötzlich kippt – ein Schelm, wer Arges dabei denkt –, beenden Sie sie kurzerhand, um sie vermutlich heute Abend in der Sendung gar nicht zu thematisieren.
Es ist tatsächlich die richtige Entscheidung, eine so erbärmliche Abstimmung nicht weiterzuführen und bei einer Diskussion zum Thema außen vor zu lassen. Sie haben jedoch den korrekten Zeitpunkt verpasst. Der wäre VOR Beginn der Abstimmung gewesen.
So bleibt mir nur zu konstatieren: Schämen Sie sich!
Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg,
Volker Schönenberger

Mario L.
Mein Kommentar eben dazu: Liebes MDR Team,
da sie nach dem Überhang der Wechselmodellbeführworter bemerkt haben, dass die Abstimmung zu Ihrer heutigen Sendung manipulierbar ist, würde ich Ihnen die Allensbachstudie nahelegen. https://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Abach_Trennungseltern_B...
Da finden sie aussagekräftige Zahlen diesbezüglich.
Auch wäre sicherlich die Auswertung diverser anderer Studien, die sich an betroffenen Kindern orientiert, wie unter anderem diese hier: https://derstandard.at/2000072401839/Glueckliche-Trennungskinder-haben-z...
Ich würde mir wünschen, dass das mediale Interesse für die von Trennung der Eltern betroffenen Kinder größer wird, damit unser aller Kinder in Zukunft auch nach der Trennung ihrer Eltern weiterhin von beiden Eltern profitieren können.
Beste Grüße Mario Lewalter

Burkhard R.

Der Hammer. .das VotIng wurde gegen 18:00 vom Sender abgebrochen weil das Ergebnis manipuliert werden kann. ..ja Leute was steckt denn da hinter? Weil 55% für das Wechselmodell als Regelfall gestimmt haben und das einigen Lobbyisten nicht schmeckt? Wer beherrscht euren Sender lieber MDR ?

Thomas R.
Unglaublich, wenn die Mehrheit für das Wechselmodell ist, dann beenden wir lieber das Voting.
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast...
Mehr fällt mir da nicht ein! Ist nicht Systemkonform, da bekommen wir Angst vor unserer eigenen Umfrage

Ralf B.
Gute Sache, man hat gesehen, dass wir nicht schlafen.

Gerhard K.

so ist es. Man beginnt uns immer ernster zu nehmen und daher wird der Kampf gegen uns auch immer schmutziger. Das war sicher erst der Anfang.
Aber der Anfang von deren Ende

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