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Hamburg, 15.01.2018 - Von Thorsten Vanselow

Fast jeder Mitmensch würde in einer Umfrage, in der es um die allgemeine Lebensqualität ginge, auf die Frage "Welchen Stellenwert hat die Familie in Ihrem Leben für Sie" mit den Antworten "einen hohen Stellenwert", "einen sehr hohen Stellenwert" oder sogar "den höchsten Stellenwert" beantworten.

Wenn es jedoch dazu kommt, dass politische Veränderungen im Land anstehen, so wie derzeit durch die "Jamaika-Sondierungsgespräche" oder nun die "Groko-Sondierungsgespräche", fällt auf, dass ALLES andere Thema ist, nur nicht die deutsche Familienpolitik (außer Familiennachzug bei unbegleiteten Flüchtlingen). Das Wort Familienpolitik existiert einfach nicht mehr, so wie das Wort "Vater" nach Scheidung und Trennung nicht mehr existiert, so wie die Väter für ihre Kinder oft nicht mehr existieren dürfen!

In meinen Augen bedeutet dies:
1. Deutsche Familienpolitik findet offensichtlich nicht statt oder
2. man meint in der Deutschen Familienpolitik sei alles im Lot oder
3. "Familie ist Privatsache".

Wie kann es sein, dass sich die Politik in keinster Weise für solche Themen wie

1. Umgangsboykott des betreuenden Elternteils oder
2. Falschbeschuldigungen gegenüber dem Umgangselternteil oder
3. psychischer, gewalttätiger oder gar sexueller Kindesmißbrauch und  
4. Manipulation eines Kindes durch das betreuende Elternteil

interessieren? Wie kann das sein? Denn Privatsache ist die Familienpolitik mit Sicherheit nicht mehr.

Diese beschriebenen, täglich stattfindenden, nicht sanktionierten Straftaten gegenüber dem eigenen Kind und dem umgangsberechtigten Elternteil führt in der Regel über kurz oder lang zu einem durch das betreuende Elternteil gewolltem Umgangsauschluß zwischen dem umgangsberechtigten Elternteil und dem Kind.

Dieses mit fatalen Folgen für unsere gesamte Gesellschaft.

In den meisten Fällen sind die Geschädigten die Kinder selbst und hauptsächlich die Väter (ca. 85% der Kinder nach Trennung und/oder Scheidung wachsen bei einer sogenannten "alleinerziehenden" Mutter auf).

Niemand regt sich wirklich darüber auf, außer die Betroffenen selber.

Ich würde die Politik bitten, sich verstärkt dem Thema "Umgangsboykott" und "Eltern-/Kind-Entfremdung" nach Trennung und Scheidung anzunehmen. Es mag sicherlich richtig sein, dass in einigen wenigen Fällen der Umgang ausgeschlossen werden muss, weil Gewalt, Mißbrauch, Alkohol oder Drogen im Spiel sind. Diese Fälle sind jedoch die AUSNAHME! Die Regel ist, dass sich BEIDE Elternteile liebevoll für ihr Kind interessieren und am Leben des Kindes teilhaben wollen. Dies auch nach Scheidung und/oder Trennung. Dass sich dies ebenso jedes Kind wünscht (Ausnahmen siehe vorliegende Gründe vorher) ist eine menschliche, natürliche Selbstverständlichkeit. Oder können Sie sich vorstellen, dass ein Kind kurz nach der Trennung wünscht, dass eines der Elternteile aus dem Leben des Kindes verschwindet? Kein Kind auf der Welt wünscht sich das!

Die neuste Zahl des Statistischen Bundesamtes bezüglich der Anzahl der Väter, die tatsächlich in einer Familie leben, sinkt stetig; die Anzahl der Mütter, die tatsächlich in einer Familie leben, steigt stetig!

Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/01/PD18_009_122.html

Dies eine höchst bedenkliche Entwicklung. Auch die Politik ist in Kenntnis dieses Problems, unternimmt jedoch … NICHTS!

Außer die KindesbesitzerInnen-Prämie (Unterhaltsvorschußgesetz) durch den Staat bis zum 18. Lebensjahr des Kindes zu verlängern. Kinder müssen unbedingt auch finanziell gut versorgt sein, das steht außer Frage. Die derzeitige Praxis der Berechnung des Unterhaltes nach der Düsseldorfer Tabelle, die noch nicht mal Gesetzeskraft hat, sondern nur als Leit-Tabelle herangezogen wird, befeuert jedoch die Strittigkeit und teilt die beiden Elternteile in einen "Gewinner" und einen "Verlierer".

Wenn einer der beiden Elternteile nach Trennung und/oder Scheidung meint, als vermeintlicher "Sieger" vom Platz gehen zu müssen/wollen, haben die beteiligten Kinder DOPPELT verloren. Zunächst das Elternpaar als Eltern und 2. meistens verlieren sie auch noch einen Elternteil komplett durch Kontaktabbruch/Umgangsverweigerung/Eltern-/Kind-Entfremdung.  

Bitte wachen Sie endlich auf und machen Sie die Nachtrennungsfamilie zum Thema. Immerhin wird fast jede 2. Ehe geschieden, jedes 3. Kind ist mittlerweile von Scheidung und Trennung betroffen.