Das Logo des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

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Verfahrensrecht an Beispielen zum Kindesunterhalt
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Stellvertretend für die Väterbewegung wenden wir uns heute an Sie als Mitglied des Bundestages mit der Bitte um Unterstützung. Familie geht alle an. Das Wohlergehen unserer Kinder bedarf parteiübergreifender Lösungen.
 
Mit der einstimmig verabschiedeten Resolution 2079 der parlamentarischen Versammlung des Europäischen Rates vom 2. Oktober 2015 wurde den Mitgliedsstaaten die Empfehlung ausgesprochen, das Wechselmodell als Regelfall anzunehmen und die Gesetze dahingehend anzupassen. Auf diese Resolution angesprochen, gestand Angela Merkel unmittelbar vor der Bundestagswahl, sie nicht einmal zu kennen.

Einzig die FDP war bereit, die Resolution 2079 in ihr Parteiprogramm aufzunehmen. Dies haben wir honoriert:
http://www.presseportal.de/pm/127703/3741810

Trauen auch Sie sich, in Bezug auf unsere Kinder Farbe zu bekennen.
In vielen Gremien werden wir als Väterlobby damit konfrontiert, dass Väter sich ja gar nicht um ihre Kinder kümmern würden. Unser Erleben in der Väterberatung ist aber, dass Väter sich nicht um ihre Kinder kümmern dürfen, weil Rechtsprechung und Praxis dies vereiteln.
Die Annahme, das Wechselmodell als Regelfall würde die mutmaßlich erforderliche Kindeswohlprüfung außer Acht lassen, ist irreführend und falsch. Die erforderliche Kindeswohlprüfung wird nämlich nach dem derzeitigen Residenzmodell außer Acht gelassen. In über 90% der gerichtlichen Regelungen wird das Kind der Mutter zugesprochen – selbst wenn das Kindeswohl bei ihr gefährdet ist. Die Einzelfallprüfung findet also ZUR ZEIT nicht statt. Dies will die FDP ändern.
Eine Legende ist übrigens auch, dass die Kinder im Wechselmodell stets einen großen Koffer packen müssen. Gerade im Wechselmodell haben beide Eltern üblicherweise alles, was die Kinder brauchen. Mit ist nur ein einziger Fall bekannt, da besaß ein Mädchen eine 800 Euro teure Geige. Wenn sie diese vergessen hatte, ist sie mal eben mit dem Fahrrad rüber gefahren und hat sie sich geholt. Kleinkinder, die kein Fahrrad fahren können, haben typischerweise auch keine Geige.
 
Sie werden alle um die Umsetzung der Resolution 2079 nicht herum kommen. Solange man über 90% der Frauen die Betreuung – übrigens teilweise gegen ihren Willen – aufhalst, werden diese nicht arbeiten gehen können und die Männer werden weiterhin hart verhandeln, wenn es um Gehaltssteigerungen geht. Der Gender Pay Gap lässt sich so nicht auflösen.
 
60 Fachkräfte haben vergangene Woche ihr Plazet gegeben. Das Wechselmodell entspricht dem Wohl des Kindes am Besten, andere Regelungen dürfen nur im Ausnahmefall angeordnet werden.
https://www.doppelresidenz.org/page/blogposts/gemeinsame-erklaerung-deut...

Bereits heute praktiziert fast ein Viertel der getrennten Eltern in Deutschland mit ihren Kindern das Wechselmodell. Nach einer kürzlich veröffentlichten Allensbach-Studie sind 93 Prozent dieser Eltern sehr zufrieden mit dem Wechselmodell ( www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Abach_Trennungseltern_Bericht.pdf ). Gewinner des Wechselmodells sind die von Trennung ihrer Eltern betroffenen Kinder. Die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Eltern ist nicht Voraussetzung, sondern Ergebnis eines Wechselmodells.

Die Väterbewegung fordert das bedingungslose gemeinsame Sorgerecht ab Geburt, gleichberechtigter Ansprechpartner in Erziehungsfragen und mehr Zeit mit dem Kind. Sobald der Selbstbehalt in der Düsseldorfer Tabelle von 1080 auf 1300 Euro angehoben ist, wird es einen deutlichen Ruck geben und haufenweise Väter fallen in die Mangelfallregelung. Sie lassen sich weder als Rabenväter noch als Unterhalspreller beschimpfen, sondern genießen den legitimen Schutz vor solchen Schmähungen. Wer keinen Unterhalt leisten kann, ist von der Unterhaltspflicht befreit.
Der Unmut über den systematischen Entzug des Vaters vom Kind steigt. Mittlerweile erwachsene entfremdete Kinder erkennen ebenfalls die Schieflage im Familienrecht. Zynischen Kampagnen helfen nicht. Vater sein ist nicht, was Du draus machst ( https://www.vaeter.nrw/vaeterkampagne-vater-ist-was-du-draus-machst ), Vater sein ist aktuell das, was die Mutter zulässt. So wächst nur der Unmut über die etablierte Politik. Auch das ist ein Grund, warum die AfD so erstarkt ist. Die IG Metall fordert die 28 Stunden Woche. Funktionäre sind allesamt Rechtsgelehrte und sich bewusst, dass

Väter nach der Trennung ihr Stundenkontingent nicht auf 28 Stunden reduzieren DÜRFEN, weil das Gesetz das verbietet!

Wenn eine Mutter vor Gericht zieht, wird dem Vater mitunter der Umgangs untersagt und ihm ein bis 2 Nebenjobs zugemutet. Perfide Forderungen nach Regelungen, die im Einzelfall gar nicht genutzt werden dürfen, sind die Grundlage für die Spannungen zwischen Väterbewegung und Politik.

Ich benenne hier gängige Rechtspraxis, nicht irgendwelchen an den Haaren herbei gezogenen Unsinn.
 
Die Väterbewegung steht voll hinter der FDP, wenn CDU/CSU und Grüne die Koalitionsverhandlungen platzen lassen, weil sie die Väterdiskriminierung fortsetzen wollen.

Die Alternative für CDU/CSU als Koalitionspartner ist die AfD. Mein Vater sagte immer, man muss in der Politik das geringste Übel wählen. Wir sind uns wohl alle einig, dass das Wechselmodell, also gleichberechtigter Kontakt des Kindes zu den Eltern, Großeltern und Geschwistern väter- und mütterlicherseits als Regelfall das „geringere Übel“ und darüber hinaus im besten Interesse des Kindes sein muss.

Wollen Sie dem "im Regelfall" wirklich widersprechen?

Mein Team und ich stehe gerne beratend zur Verfügung.