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Der Verein der Freunde und Förderer der Väterbewegung in Deutschland e.V. weist Sie aus Anlass des Weltfrauentages auf die fehlende Gleichberechtigung in Deutschland hin.

Die deutsche Kommunistin Clara Zetkin schlug auf der zweiten internationalen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Die Idee zum Weltfrauentag kam aus den USA, um einen besonderen internationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht zu initiieren.

Nachdem in Deutschland 1918 die Monarchie abgeschafft und das allgemeine Wahlrecht eingeführt wurde hatten selbstverständlich auch die Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Damit war dem Weltfrauentag zumindest in Deutschland die Grundlage entzogen. Daher musste sich der Internationale Frauentag in der Weimarer Republik neu formieren. Durch die Spaltung der Sozialistinnen in SPD und KPD gab es - statt eines Internationalen Frauentages - gleich zwei Frauentage. die Wiedereinführung des 1910 in Kopenhagen beschlossenen Internationalen Frauentages wurde aber erst 1926 umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt gab es in der Weimarer Republik dann zwei Internationale Frauentage: einen kommunistischen am 8. März und einen sozialdemokratischen ohne festes Datum. Bis Ende der 80er Jahre ist der Weltfrauentag in Deutschland dann zunehmend zu einer Art ‚sozialistischem Muttertag“ verkommen.

Durch die Vereinigung beider deutscher Staaten 1990 veränderte sich die Geschichte und die Aktionen zum Internationalen Frauentag noch einmal stark. Nach einer Phase, in der das Begehen eines Feiertages der DDR als nicht mehr opportun galt, regten sich 1993 das erste Mal wieder Frauengruppen in Ost und West, um diesen Tag nun im Sinne der Einforderung von vermeintlichen Frauenrechten zu nutzen. Leider wurde es immer unterlassen, wissenschaftlich zu erforschen, wo es tatsächliche Defizite in der Gleichberechtigung der Geschlechter gibt. Daher liegen bis heute keine belastbaren Zahlen vor, ob und wo es geschlechterspezifische Ungleichberechtigung in Deutschland gibt. 

Ursprünglich sollte der Weltfrauentag ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen setzen. Wenn dieses Ziel aber weiterhin vorhanden wäre, müsste der Weltfrauentag in einen internationalen Tag der geschlechtsspezifischen Gleichberechtigung umbenannt werden.

"Männer sind heute in vielen Bereichen nicht gleichberechtigt", sagt der Pressesprecher des Vereins der Freunde und Förderer der Väterbewegung in Deutschland e.V., Johannes Fels. "Ein großes Gleichberechtigungsdefizit haben vor allem die Väter in Deutschland." Zuletzt wurde dies in der Debatte um die Einführung des Wechselmodells, auch Doppelresidenzmodell genannt, im Deutschen Bundestag deutlich. Das Wechselmodell würde es Kindern nach Trennung und Scheidung ermöglichen, beide Elternteile zu behalten. Beim momentanen, gesetzlich vorgeschriebenen, Residenzmodell, der "Ein-Eltern-Familie", wird ein Elternteil, in Deutschland üblicherweise der Vater, aus der Familie entfernt. "Eine Gleichberechtigung von Vater und Mutter ist bei uns nicht vorgesehen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum alle Parteien außer der FDP die Gleichberechtigung von Vätern und Müttern nicht wollen", so Fels. Die KIMISS-Studie der Universität Tübingen hat bereits vor einem Jahr festgestellt, dass in 50% der Fälle die fehlende Gleichberechtigung als Missbrauch der betroffenen Kinder und des entsorgten Elternteils angesehen werden muss.

Fels fragt sich, was sich die Politiker von CDU/CSU, SPD, Grünen, AFD und Linken bei ihrer Haltung gegen die gleichberechtigte Elternschaft denken und was sie damit bewirken wollen. Andere Länder in Europa, z. B. Belgien, sind da schon weiter. Dort gibt es schon das Wechselmodell als Standard nach Trennung und Scheidung.

"Deutschland ist ein Entwicklungsland beim Umgang mit der Gleichberechtigung von Vätern", so Fels. "Deutschland braucht ein zeitgemäßes Familienrecht, und dazu gehört auch die gleichberechtigte Elternschaft."

Väter haben de Facto in Deutschland keine Rechte. Viele Väter zerbrechen nach Trennung und Scheidung an der Situation, dass sie keinen Zugang mehr zu ihren Kindern haben. Auch Großeltern leiden unter dieser Situation.

Selbst der Europarat, der Garant für die Menschenrechte in Europa, fordert in der Resolution 2079 die Einführung des Wechselmodells und damit die gleichberechtigte Elternschaft. Gleichberechtigung muss auch den Vätern als Menschenrecht gewährt werden.

Für Rückfragen steht Ihnen unser Vorstandsmitglied für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Johannes Fels zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner:     Johannes Fels

                                           Vorstand Öffentlichkeitsarbeit

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