Das Logo des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Aktivitäten

Workshop IX - Familiengerichtliches Verfahren zur Vorbereitung einer Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde

Samstag, 7. Dezember 2019 09:00 Uhr - Sonntag, 8. Dezember 2019 18:00 Uhr

Der VafK Köln e.V. setzt die Veranstaltungsreihe „Strategie und Taktik der Verfahrensführung“ mit Manfred Herrmann fort. In sechs eintägigen und zwei zweitägigen Workshops erarbeiten wir einen Kontext des aktuellen Familienrechts und die Ausgestaltung im aktuellen Verfahrensrecht.

Thema: Familiengerichtliches Verfahren zur Vorbereitung einer Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde

Es zeigt sich immer wieder: Wer in die Fänge des praktizierten deutschen Familienunrechts kommt, steht diesem hilflos gegenüber. Das muss nicht so sein. Man muss nur den Willen haben, die außergerichtliche und gerichtliche Vertretung seiner eigenen Interessen, und vor allem die Interessen seiner Kinder in seine eigenen Hände zu nehmen. Um eine reale Chance zu haben, sich durchsetzen zu können, muss man sich mit den „Spielregeln“ vertraut machen, d.h. mit dem sog. Verfahrenrecht des (außergerichtlichen) Verwaltungsverfahrens und dem Prozeßrecht des gerichtlichen Verfahrens. In diesen Workshops sollen diese „Spielregeln“, und vor allem solche Strategien und Taktiken erarbeitet werden, um den jeweils betroffenen Elternteil in die Lage zu versetzten, selbst aktiver „Mitspieler“ dieses – leider oftmals bitterbösen – „Spiels“ zu bleiben, und nicht zum bloßen „Spielball“, zum Opfer degradiert zu werden.

 

Workshop IX - Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde
Strategie und Taktik der Verfahrensführung
Familiengerichtliches Verfahren zur Vorbereitung einer Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde

2-tägiger Intensiv-Workshop

In diesem Workshop werden wir die Kenntnisse erarbeiten, wie man entweder Amtsgerichte und Oberlandesgerichte dazu bringt, tatsächlich Recht zu sprechen, oder aber die Rechtsverstöße nachweist, die die Erfolgsaussicht einer Verfassungsbeschwerde, oder einer Menschenrechtsbeschwerde überhaupt erst ermöglichen.

Trennung ist nicht nur mit viel persönlichem Leid verbunden; oftmals gerät man auch in die Mühlen der (Familien-)Gerichtsbarkeit. Und oft wundert man sich dann, daß das, was da geschieht, was man da erlebt, so gar nichts mit dem zu tun hat, was man als Recht empfindet. Das mag daran liegen, daß man aufgrund eigener starker emotionaler Betroffenheit selbst den klaren Blick dafür verloren hat, was objektiv Recht ist. Oftmals kommt man aber auch zu dem Ergebnis, daß tatsächlich objektiv Unrecht gesprochen wird.
Wie kann man erkennen, ob man selbst „blind“ ist, oder ob tatsächlich Unrecht gesprochen wird?

Man muß die eigenen Emotionen zurückdrängen, um wieder einen klaren Blick zu bekommen, sich ggf. durch andere wieder die Augen öffnen lassen für das objektive Recht. Und man muß sich schlau machen über die „Spielregeln“ – hier das familiengerichtliche Verfahrensrecht sowie das des Verfahrens der Verfassungs- und der Menschrechtsbeschwerde – und über das „Spiel“ – hier Anwendung des Familienrechts sowie der Grund- und Menschenrechte.

Und was kann man in der Sache selbst machen? Man muß das „Spiel selbst aktiv spielen“, auch wenn man einen Anwalt mandatiert hat. Man muß – in guter Kenntnis der „Spielregeln“ – „als Kreisklassenmannschaft im DFB-Pokal“ das „erste Spiel“ so aufbauen und spielen, daß man „in das Endspiel um den DFB-Pokal – als Kreisklassenmannschaft – einzieht, und dann auch den FC Bayern schlägt“, getreu dem Motto „Nichts ist unmöglich!“ Oder anders gesagt: Man muß selbst das erste Verfahren vor dem Amtsgericht schon so führen, daß das Amtsgericht, und später das OLG – nachweisbar – die Rechtsfehler begeht, die – mit berechtigter Hoffnung – vor dem BVerfG, oder vor dem EGMR zum Erfolg führen (können).

Dieser Workshop „Strategie und Taktik der Verfahrensführung – Führung eines familiengerichtlichen Verfahrens zur Vorbereitung einer Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde" behandelt
- die Grundlagen des Verfahrens der Verfassungsbeschwerde sowie die des Verfahrens der Menschenrechtsbeschwerde, sowie
- die Grundlagen über die relevanten Grund- und Menschenrechtsverletzungen.

Auf dieser Grundlage wird anhand eines Fallbeispiels zum Thema „Entsorgung gem. § 1671 BGB“ eine Verfahrensführung für Familiengericht und OLG erarbeitet, die tatsächlich die Chance auf eine erfolgreiche Verfassungs- bzw. Menschenrechtsbeschwerde bietet.

Inhalte:
- Methoden der Konfliktlösung
- übernationale Gerichtsbarkeit
- Zulässige private Schiedsgerichtsbarkeiten
- Rechtsnormen und ihre Hierarchien
- Kollisionen von Rechtsnormen
- Rechtsordnung, die Individualrechte kennt
- Phasen eines Sorge-, Umgangs- und/oder Unterhaltskonflikts
- gerichtliche (Streit-)Entscheidung – Rechtskraft – Durchbrechung der - Rechtskraft/Restitutionsklage
- Grundrechte – grundrechtsgleiche Rechte, Menschenrechte
- Einklagbare Grundrechte nach dem GG
- Freiheitsgrundrechte
- Grundrechte auf Gleichheit / Diskriminierungsverbote
- Was ist eine Verfassungsbeschwerde?
- Wer kann eine Verfassungsbeschwerde erheben?
- Wann kann ich eine Verfassungsbeschwerde erheben?
- Wie erhebt man eine Verfassungsbeschwerde
- Anforderungen an die Verfassungsmäßigkeit familiengericht-licher Entscheidungen - Prüfungsmaßstab des BVerfG
- Prüfung der Verfassungswidrigkeit der §§ 1671, 1696 Abs. 1 BGB
- Beispiel eines erfolgreichen Verfassungsbeschwerde-Verfahrens
- Eilrechtsschutz des BVerfG – einstweilige Anordnung
- EMRK und Zusatzprotokolle zur EMRK
- Einklagbare Menschenrechte nach der EMRK
- Wann und wie erhebe ich eine Menschenrechtsbeschwerde?

 

Die Workshops werden von Dipl.-Jur. Manfred Hermann als Gruppenarbeit durchgeführt. Alle Teilnehmer sollen sich das Buch "Familienrecht" (ISBN 978-3-423-05577-2) in aktueller Fassung aus der Reihe "Beck-Texte im dtv" besorgen und mitbringen.

Kostenbeitrag

2-tägiger Intensiv-Workshop, Tagespauschale 2x 130=260 Euro inkl. umfangreiche Teilnehmermaterialien, Frühstück, Mittagessen, Getränken, Kaffee und Kuchen.
Ermäßigte Teilnahmegebühr für Mitglieder des Väteraufbruch für Kinder e.V., Eltern für Kinder im Revier e.V. und von coworking4you: 2x 65 = 130 Euro Tagespauschale.
Die Teilnehmerzahl ist auf je 25 Personen begrenzt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden Anmeldungen nach Zahlungseingang berücksichtigt. Nach Ihrer Anmeldung gilt Ihre Teilnahme erst mit Überweisung des Kostenbeitrags als von uns verbindlich gebucht und reserviert.

Überweisen Sie bitte den Betrag an folgendes Konto:
VafK Köln e.V.
Sparkasse KölnBonn
BIC COLSDE33
IBAN DE95 3705 0198 1931 8812 60


Workshopreihe "Strategie und Taktik der Verfahrensführung"

Die Veranstaltungen dieser Workshop-Reihe geben konkrete Impulse zum eigenen, selbstbestimmten Handeln, zur Eigeninitiative in den eigenen Angelegenheiten. Nach intensiver und selbständiger Beschäftigung mit den Themen aller Workshops, sowie der intensiven Nachbearbeitung anhand der Teilnehmermaterialien sollten die Teilnehmer in der Lage sein, sich u.a. folgende Fragen zu beantworten:

Was ist mein Problem?
- Vollendete Tatsachen geschaffen durch den anderen
- In-Besitznahme des Kindes zum Zwecke der Erlangung von Geld
- Wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen den Elternteilen
- das Jugendamt als Beistand des Kindes
- Verfahrenskostenhilfe

Was ist mein Ziel?
- Übernahme der Elternteilverantwortung durch (Mit-)Übernahme von Betreuung und Erziehung des Kindes
- Abwehr von ungerechtfertigten Geldforderungen
- Abwehr des eigenen wirtschaftlichen Ruins

Welche formalen und inhaltlichen Anforderungen sind an eine Betreuungs- und Unterhaltsregelung zu stellen?
Wie ist die Ausgangssituation einzuschätzen?
Mit welchem Verlauf muß ich rechnen?
Welche Schritte kann und sollte ich ergreifen?
Welche Schritte können im Vorfeld eines Verfahrens die Ausgangssituation optimieren?
Wie ist die Gesetzeslage?
Was ist bereits in einem frühen Stadium zu beachten, um mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), oder des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGHMR / EGMR) die Kinder- und Elternteilrechte durchsetzen zu können?
Welche Beteiligten sind involviert, und welche Aufgaben, Einstellungen, Rechte und Pflichten, haben diese Beteiligten (Jugendamt, Verfahrensbeistand, Sachverständiger, Rechtsanwalt, Richter)?
Wann liegt Rechtsverweigerung und Rechtsbeugung eines Gerichts vor?
Mit welchem Fehlverhalten der Beteiligten ist zu rechnen und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
Welche Risiken, und welche Chancen ergeben sich, wenn die Gegenseite auf Konflikt schaltet?
Welche Risiken und Gefahren muß man kennen, abwägen und abwehren können?
Welcher Rechtsanwalt paßt zu mir und zu der Konstellation? Wie können Rechtsanwalt und Mandant optimal zusammen arbeiten und sich optimal ergänzen?
Wie ist der Weg durch die Instanzen zum Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), und bis zum Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGHMR / EGMR)?

 

Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich an.

Den Unkostenbeitrag in Höhe von 260 Euro pro Person (Mitglieder des Väteraufbruch für Kinder e.V. und von Eltern für Kinder im Revier e.V.: 130 Euro Unkostenbeitrag pro Person) überweise ich auf das Konto:

VafK Köln e.V.
Sparkasse KölnBonn
BIC COLSDE33
IBAN DE95 3705 0198 1931 8812 60

Bitte geben Sie im Verwendungszweck den Termin und Ihren Namen an, damit wir den Zahlungseingang zuordnen können.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden Anmeldungen nach Zahlungseingang berücksichtigt.

Bitte geben Sie eine Telefonnummer an, unter der Sie auch für kurzfristige Änderungen erreichbar sind
Bitte wählen Sie eine Berufsgruppe aus, falls Sie in einer Familienrelevanten Berufsgruppe tätig sind.
Nachweis bitte mitbringen