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Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Gewalt

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In einem Interview mit dem SPIEGEL-Online am 16.11.2018 möchte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey uns glauben machen, dass Frauen fast ohne Ausnahme gewaltlos seien und Männer genau das Gegenteil. Wie vielleicht in Laienkreisen noch üblich, wird von der Ministerin die Kriminalstatistik als Beweis herangezogen. Was aber nicht polizeilich gemeldet wird, wie oft in der Vergangenheit bei Frauen und jetzt bei Männern, das kann die Kriminalstatistik auch nicht wiedergeben. Zum Beispiel Gewalt, die sich alltäglich ereignet, die aber die private Sphäre nie verlässt. Dazu trägt bei, dass männliche Opfer vor allem aus Scham und aus Angst vor Verhöhnung sich nicht bei der Polizei oder bei den Ämtern melden wollen.

Wien, den 21.4.2018
Pressemitteilung / Abschlusserklärung
Kongress „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ 13.-15.4.2018 Universität Frankfurt

Am 13.-15.2018 haben ca. 150 Teilnehmer am Kongress „Familienkonflikt“ teilgenommen. Der Kongress bot eine differenzierte Sicht auf partnerschaftliche Gewalt und deren Entstehung, die in der internationalen Forschung schon länger auf der Basis der empirisch bewiesenen Symmetrie der Gewalt zwischen Männern und Frauen entwickelt wird.

Die Vorträge der Wissenschaftler aus USA, Großbritannien und Israel stießen auf großes Interesse. Sie vermittelten einen Einblick in den Stand der Internationalen Forschung im Bereich der Partner- und Familiengewalt. Dabei ging es um Prozesse, die Gewalthandlungen vorausgehen und die für die praktische Arbeit wie die Gesundheitspolitik von Bedeutung sind. Unmittelbare Handreichungen für Beratung und Therapie konnte der Kongress nicht liefern. Die Assimilierung von neuem Wissen für die Praxis muss vor Ort geleistet werden. Zukünftige Kongresse sollen jedoch eine engere Verzahnung von Wissenschaft und Berufspraxis verfolgen.

Der Kongress war von Protestaktionen und massiven Störungen begleitet. Sie waren gegen den Veranstalter, Kongress und Referenten gerichtet. Unwahrheiten und Schmähungen wurden durch einstweilige Verfügung des Gerichts oder Unterlassungserklärungen begegnet; u. a. der Frankfurter Rundschau, der Hessenschau.de und dem Merkurist als Quelle aller Falschbehauptungen. Verwundert hat, dass die Präsidentin der Goethe Universität den Falschbehauptungen folgte und vom Veranstalter die schriftliche Zustimmung zum Werteverständnis der Universität - auch der Referenten – als Bedingung des Kongresses verlangte. Letztlich saßen mediale Berichterstattung, Demonstrationen und Universität einer Reihe von Unwahrheiten auf.
Der Kongress war ein Erfolg, weil er den Teilnehmern den Blick auf die Forschungslandschaft im Ausland eröffnete. Die Bundesregierung ist daher gut beraten, mehr für die hiesige Forschung zu tun. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Kontrolle der Forschung über familiäre Gewalt vor allem durch das Familienministerium den Fortschritt hemmt und den Blick auf die Realität versperrt.

Vorträge und Bilder des Kongresses werden in Kürze auf www.familyconflict.eu zur Verfügung gestellt.

Gerhard Amendt

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www.familyconflict.eu

Körperliche und psychische Gewalterfahrungen in der deutschen Erwachsenenbevölkerung

Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)

Auszug:

"Bemerkenswert ist, dass in dieser Studie Frauen häufiger als Männer Ausübende körperlicher Partnergewalt, aber auch Ausübende von Gewalt gegenüber sonstigen Familienmitgliedern waren. Weibliche Gewalt scheint nach den Daten von DEGS1 somit schwerpunktmäßig im häuslichen Bereich lokalisiert zu sein.