Das Logo des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Politik

Die AfD versucht sich weiter familienpolitisch zu positionieren. So fordert sie von der Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Familiensplitting. Allerdings ist das Verständniss der AfD von einer Entlastung von Familien durch die Alleinerziehenden Brille stark getrübt.

Im Rahmen eines Vortrags soll Dr. Rücker geäußert haben, das Familienministerium hätte ihm verboten Studienergebnisse zu veröffentlichen. Jedoch gäbe es Studien aus Östereich und anderen Ländern, die im Grunde die gleichen Ergebnisse liefern würden (wer hätte das gedacht?). Die Doppelresidenz wäre gut für die kognitive Entwicklung von Kindern. In Deutschland wäre man allerdings vom internationalen wissenschaftlichen Diskurs entkoppelt. Zwischen Forschung und Familienministerium würde ein schwieriges Verhältnis bestehen.

Warum organisieren sich Frauen im VafK?

Unser Antrieb ist unsere tiefe Überzeugung, dass Kinder beide Elternteile für ein glückliches Leben brauchen: also "Allen Kindern beide Eltern"!

Entfremdung und Ausgrenzung von Elternteilen und Familienangehörigen ist geschlechtsneutral. Auch Mütter werden aus dem Leben ihrer Kinder ausgegrenzt, ebenso wie Väter. Diese Mütter erleben im VafK - ebenso wie Großmütter oder neue Partnerinnen von betroffenen Vätern - Solidarität und bekommen Unterstützung.

Wir möchten Frauen ermutigen, sich im Väteraufbruch für Kinder zu engagieren oder sich an uns zu wenden. Um hier die Unterstützung zu finden, die Sie benötigen! Deshalb haben wir das Frauennetzwerk im VafK gegründet. Denn es gibt uns, die Frauen im VafK! Und wir werden immer mehr. 

Die Frauen im Väteraufbruch für Kinder sind

  • Entfremdete Mütter, die in anderen Organisationen, vor allem bei Frauen- und Mütterorganisationen auf wenig bis gar kein Verständnis für ihre Situation stoßen und zusätzlich stigmatisiert werden, denn der falsche Vorwurf, dass die Mutter es ja nur selbst verschuldet haben kann, wenn Kinder nicht bei ihr sind oder den Kontakt zu ihr ablehnen, ist tief in der Gesellschaft verankert.
  • Ehemals ausgegrenzte Mütter, die ihre Erfahrungen an andere weitergeben und diese unterstützen möchten. Wohlwissend wie langfristig traumatisierend diese Erfahrungen sind für Eltern und für Kinder.
  • Töchter, die den Kontakt zu einem Elternteil verloren haben oder hatten.
  • Großmütter und andere weibliche Familienangehörige, die ebenfalls ausgegrenzt werden und vom Kontakt zu den Kindern ferngehalten werden,
  • Frauen, die statt der betroffenen Väter Hilfe für diese suchen, auch neue Partnerinnen,
  • Mütter, die Hilfe und Wege suchen, einen „flüchtenden“ Vater an der Erziehungsarbeit zu beteiligen, ihrem Kind den Vater zu erhalten,
  • Frauen, die sich für eine gleichberechtigte Aufteilung von Haus- und Familienarbeit einsetzen und die ihre Berufschancen auch als Mütter aktiv nutzen wollen.

 

 Mütter im Väteraufbruch für Kinder e. V.

  • setzen sich ein für gemeinsame Elternschaft und Bindungstoleranz
  • wollen stark sein für die eigenen Kinder
  • müssen der gesellschaftlichen Zuschreibung von „Rabenmutter“ etwas entgegensetzen und Stärke entwickeln
  • stehen nicht alleine mit dem Problem da
  • sie sehen als Großeltern ihre Enkel nicht, weil es zwischen den Eltern schon mit Absprachen nicht klappt und der Sohn oder die Tochter ihre Kinder nicht sieht. Sie erleben, wie die Familie ihrer Kinder zerbricht, wie ihr Sohn oder ihre Tochter unter der Trennung leiden.
  • ihr neuer Partner ist Vater von Kindern, die bei der Mutter leben. Zwischen den Eltern gibt es Kommunikationsprobleme. Sie selbst suchen noch nach ihrer Rolle in der Patchworkfamilie. Vielleicht lehnen die Kinder sie ab? Vielleicht haben die Kinder aber auch eine besonders gute Beziehung zu ihnen? Vielleicht erleben sie auch einen Beziehungsabbruch, weil die Mutter der Kinder ihres Partners wegzieht oder selbst einen neuen Partner kennengelernt hat?

Wenn Mütter nach Trennung und Scheidung den Kontakt zu ihren Kindern verlieren, ist das ein Phänomen, das viele Väter nur zu gut kennen. Aus diesem Grund wurde vor über 30 Jahren der Väteraufbruch für Kinder e. V. gegründet. „Allen Kindern beide Eltern“ ist sowohl Motto als auch Forderung, die sich um das Recht des Kindes auf beide Eltern auch in Trennungs- und Scheidungssituationen bemüht. Beide Eltern sind Mutter und Vater. Sie bleiben für das Kind immer die Eltern.

In Deutschland ist die häufige Praxis, das ein Vater sein Kind oder seine Kinder nach einer Trennung nicht mehr sieht eher gesellschaftlich anerkannt, als dass dies einer Mutter passiert. Wenn eine Mutter aus dem Leben ihres Kindes oder ihrer Kinder ausgegrenzt wird, geht die Gesellschaft davon aus, dass wichtige Gründe im Verhalten der Mutter die Ursache dafür sein müssen. Ohne triftigen Grund wird in Deutschland keine Mutter aus dem Leben ihrer Kinder gedrängt. Oh doch!    Genau wie Väter können auch Mütter in die Situation kommen, unverschuldet den Kontakt zu ihren Kindern zu verlieren.

Wohin wendet man sich als Frau, als betroffene Mutter? Es mag zwar sein, dass es viele Frauenorganisationen gibt, aber bei dem Thema des Kontaktverlustes zum Kind in oder nach Trennung und Scheidung reduzieren sich die Hilfsangebote und Anlaufstellen sehr schnell auf Null. „Sowas gibt es nicht, dass ein Kind nicht bei der Mutter ist“ oder „Das hatten wir ja noch nie!“ sowie die bekannten Vorwürfe und kritischen Nachfragen, was man sich denn zuschulden kommen lassen habe, sind die Antworten auf das Hilfegesuch. In vielen Fällen wurde in der Vergangenheit der Kontakt von Frauen zum Väteraufbruch für Kinder e. V. per Zufall oder erst nach langer Internetrecherche gefunden.

Das wollen wir ändern!

 

Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben einen Gesetzentwurf für eine Stiftung vorgelegt, die durch Information, Unterstützung der Praxis und Entwicklung neuer Ideen die Gleichstellung voranbringen soll.

Wir erinnern uns: dieses hatte die seinerzeitige SPD-Ministerin Barley bereits vor der letzten Wahl angekündigt. Passiert ist bis dato – nichts. So bleibt auch Giffey vor allem eine Ankündigungsministerin.

Wie der Spiegel berichtet, untersagt der Bundesdatenschutzbeauftragte per Bescheid nunmehr dem Ministerium die Auswertung der Studie. Die geäusserten Kritikpunkte sollen dem Ministerium seit 2017 bekannt sein. Der Parteifreund Giffeys spielt demnach dem Ministerium in die Hand, welches sich mit fadenscheinigen Begründungen weigert, Forschungsergebnisse einer unabhängigen Überprüfung zugänglich zu machen.

Die Kanzlerin Merkel meldet sich zum Frauentag zu Wort. Dabei hat Sie zum Thema Gleichberechtigung nur Geld und gute Jobs im Blick. So hat sie auch bis heute nicht verstanden, dass Gleichstellung für beide Geschlechter passieren muss um die Gesellschaft nicht zu spalten.

Für die Fertigstellung der PETRA Studie zur Doppelresidenz hat das Familienministerium am Wissenschaftlichen Beirat vorbei das DJI beauftragt. Pikanterweise ist dieses aber in Abhängigkeit vom Ministerium, da es überwiegend von diesem finanziert wird. Brisant ist dabei, dass dem Ministerium bereits ein finaler Entwurf der Studie seit Jahren vorliegt und dieser nicht an den Wissenschaftlichen Beirat weitergeleitet wurde. Vielmehr soll wesentliches Material, welches für eine wissenschaftliche Evaluation der Studie notwendig ist sogar auf geheiss des Ministeriums demnächst vernichtet werden.

UPDATE: Der Bundesverein Väteraufbruch für Kinder e.V. hat seine Fragen an die Kandidaten der Parteien erstellt. Alle Mitglieder und Kreisvereine sind aufgefordert sich an die Kandidaten in Ihren Wahlkreisen zu wenden und diese um Stellungnahme zu bitten. Die Wahlprüfsteine zu den Wahlen 2021 stehen immer aktuell auf der Website des Väteraufbruch zur Verfügung.

Es ist bereits Wahlkampf, falls es noch nicht bemerkt wurde. Neben der FDP positioniert sich momentan eine weitere im Bundestag vertretene Partei: die AFD. So schießt sich die rechtsextreme Partei mit u.a. Anfragen und Anträgen auf das Familienministerium ein. Dabei stehen Genderthemen im Vordergrund und weniger Kindesinteressen, welche aber auch tangiert werden.

Nachdem bekannt wurde, dass das Familienministerium mehrfach am Wissenschaftlichen Beirat vorbei Änderungen am Studiendesign anordnete und das Ministerium nicht mehr mit den Beiräten kooperieren will, werden immer mehr Details zu den Hintergründen bekannt, welche selbst in der Presse noch nicht berichtet wurden.

Auf ihrer Frühjahrsklausur am 30. Januar 2021 hat die FDP-Fraktion in Hinblick auf den anstehenden Bundestagswahlkampf ihr Familienpolitisches Profil präzisiert. Sie fordert eine umfassende Reform des Familienrechts, damit Kindern beide Elternteile erhalten bleiben und Streit vermieden wird.

Die mit Steuermillionen finanzierte Studie zur Doppelresidenz entwickelt sich inzwischen zum waschechten Skandal. Das Ministerium weigert sich seit inzwischen April 2019 die Studie zu veröffentlichen. Immer wieder wurden Anfragen u.a. seitens der FDP Bundestagsfraktion mit nichtssagenden Vertröstungen beantwortet.

Inzwischen ist bekannt geworden, dass das Ministerium selbst mit dem von ihm einberufenen wissenschaftlichen Beirat nicht mehr kooperiert.

Das Familienministerium zeigt erneut, wie wenig es von der Gleichstellung für Väter hält. So fordert der DGB die Einführung eines eigenständigen Vaterschaftsurlaub für 10 Tage nach der Geburt, so wie es die Vereinbarkeitsrichtlinie der Europäischen Union festschreibt. Die Bundesrepublik riskiert dabei durch die Arbeitsverweigerung der Ministerin eine weitere Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof und Strafzahlungen, die durch die EU-Kommission verhängt werden können.

Seit Jahren postuliert die UN Kinderrechte Konvention das Recht der Kinder auf ein Aufwachsen mit beiden Eltern. Trotzdem wird dieses im Familienrecht nach wie vor weder gesetzlich abgebildet noch rechtlich von den Gerichten umgesetzt. Trotz aller Forderungen von Fachkräften, Juristen und Verbänden bleiben die aktuellen Gesetzesentwürfe nicht nur hinter den Forderungen zurück, sondern verstoßen in eklatanter Weise gegen Kinderrechte.

Diese Woche hat es eine kleine Revolution gegeben. Der von Gerd Riedmeier geleitete gemeinnützige Verein "Forum soziale Inklusion", Mitglied in der Interessengemeinschaft Jungen, Männer, Väter, hat Fördergelder von 400.000,-- € (in Worten: vierhunderttausend!!) für 2021 zugebilligt bekommen. 

Wer Gerd Riedmeier und den Verein nicht kennt, hier eine kleine Vorstellung:

Der große Zustandsbericht zur Lage im Familienrecht in Deutschland 2020 / 2021 von Papa Mama Auch - Verband für gemeinsam getrennt erziehen!ist da!

Wie das SPD geführte Justizministerium verlautbart, soll der Mindestbarunterhalt zum 01.01.2021 trotz sinkender Reallöhne um 17 Euro steigen. Zugrunde legt das Ministerium den Existenzminimumbericht, der von deutlich gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgeht.

Vergessen wird dann dabei wie üblich, dass dann auch der Selbstbehalt des Barunterhaltspflichtigen erhöht werden muss. Da dieses aber ohne jegliche demokratische Kontrolle über die sogenannte Düsseldorfer Tabelle von einigen wenigen Richtern ausgewürfelt wird, dürfen sich Unterhaltsverpflichtete nicht wundern, wenn von der Kindergelderhöhung nichts bei ihnen ankommt und zusätzlich durch gestiegene Lebenshaltungskosten (insbesondere Lebensmittel und Mieten!) kaum noch Geld für den Umgang bleibt.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Das "Bundesforum Männer" bezieht nicht nur deutlich Position in einem Bereich, der für unseren Verein interessant ist, sondern tut dies auch noch weitestgehend in unserem Sinne! 

Das Familienministerium entdeckt die männliche Hälfte der Bevölkerung. Grundsätzlich erhält der Bericht einige für viele Frauen interessante Feststellungen bezüglich Gleichstellung. Etwa wenn festgestellt wird, dass sich bezahlte und unbezahlte Arbeit ausgleichen. Da die SPD geführten Ministerien aber bevorzugt Klientelpolitik (z.B. für sog. Alleinerziehende) betreiben, bleiben konsequente und konkrete Maßnahmen u.a. im Bereich Trennung und Scheidung weiter schwammig.