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Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Politik

Gerd Riedmeier, gebürtiger Münchner und seit einigen Jahren in Wasserburg am Inn lebend, ist zertifizierter Mediator und 1. Vorsitzender der geschlechterpolitischen Initiative Forum Soziale Inklusion e.V.

Gerd Riedmeier war Mitorganisator des Kongresses „Gender Reloaded“ vom November 2015 in Nürnberg, bei dem zum ersten Male in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die Bedürfnisse von Jungen, Männern und (getrennt lebenden) Vätern im Mittelpunkt des Diskurses stehen sollten. Er steht inhaltlich für die Überwindung der Polarisierung im aktuell herrschenden Geschlechterdiskurs in Deutschland. Geschlechterpolitik als alleinige Frauenpolitik zu definieren, wie es die aktuelle Bundesregierung pflegt, erscheint ihm als obsolet.

Werner Kretscher hat bei seiner Scheidung vor elf Jahren erhebliche finanzielle Einbußen in Kauf genommen, weil er hoffte, dass sich die Zeit nach der Trennung für ihn und seine Kinder positiver entwickeln würde, wenn er der Mutter zeigt, dass er bereit ist, Eingeständnisse zu machen. Die Rechnung ging nicht auf, denn heute sieht er seine nun 21-jährige Tochter gar nicht mehr und seinen 17 Jahre alten Sohn nur sporadisch.

Johannes Fels lebt seit 15 Jahren getrennt von der Mutter seiner Kinder. Das Gutachten, das ihm die Kinder zusprach, wurde von Familiengericht vom Tisch gefegt. Er ist ein Papa wie viele, besuchte mit den Kindern Krabbelgruppen, Kinderturnen, Kinderschwimmen und ließ sich auch ansonsten nicht nehmen, sich hundertprozentig um seine Kinder zu kümmern.

Wir möchten euch auf der Demo auch unterhalten. Wir haben das Lied "We are Familiy" für euch umgedichtet, singt alle mit. Neben Musik von CD haben wir auch einen Live Act für euch.

Auf dem Friesenplatz von 13 bis 15.30 Uhr, auf der Domplatte um 16.30 und auf dem Bahnhofsplatz von 17 bis 18 Uhr werden wir euch mit einem bunten Mix aus Musik und Ansprachen unterhalten. Das komplette Programm findet ihr links unter "Programm". Auf dieser Seite stellen wir euch die Redner vor.

Live auf der fahrbaren Bühne erlebt ihr Michael Pfennig. Es sprechen zu euch Johannes Fels, Werner Kretscher, Gerd Riedmeier, Franzjörg Krieg und viele andere.

Demo-Plakat vafk
Pressemitteilung des VAfK Köln e.V.

Demo:

Allen Kindern beide Eltern

Mehr Wunsch als Wirklichkeit? Warum ist es in Deutschland so schwer umzusetzen, was eigentlich völlig selbstverständlich sein sollte?

Köln, 25. Mai 2016. Der gemeinnützige Verein Väteraufbruch für Kinder Köln e.V. ruft für Samstag, den 11.06.2016 von 13 auf dem Friesenplatz in 50672 Köln bis 18 Uhr am Hauptbahnhof Köln zur Teilnahme an der Demonstration unter dem Motto „Allen Kindern beide Eltern“ auf. Hintergrund ist, dass noch immer Kinder nach einer Trennung viel zu häufig den Kontakt zu einem Elternteil – meist dem Vater – verlieren.

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„Unser Familienrechtssystem und die es umgebenden Professionen sind immer noch geprägt von einem Familienbild aus dem letzten Jahrhundert. Vätern wird nach der Trennung die Rolle des Gastgebers für die Besuchskinder und des Zahlvaters zugewiesen. Die Mutter wird hinter den Herd verbannt wurde. Die Zeiten haben sich aber grundlegend geändert. Mütter sind aktiver im Beruf. Väter engagieren sich gleichberechtigt in der Familie“, meint Hartmut Wolters, 1. Vorsitzender des VAfK Köln e.V.. Was fehlte seien gesetzliche Rahmenbedingungen, die diesem Wandel auch gerecht werden und die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Elternentfremdung bei den Kindern nachhaltige Schäden verursacht. Diese Eltern-Kind-Entfremdung findet in den Gerichten oder auch in den Beratungen bei Jugendämtern bisher aber kaum Beachtung. Ein zeitgemäßes Unterhaltsrecht, welches die Erziehungs- und Betreuungsleistung von Müttern und Väter gleichermaßen berücksichtigt, ist in Deutschland bisher nicht vorhanden. Gleichberechtigte Elternschaft nach einer Trennung ist rechtlich in Deutschland nicht möglich. Kinder wollen aber keinen Elternteil als Verlierer – sie wollen beide Eltern.

Besonders deutlich werden die Defizite in Deutschland bei der Frage nach der Doppelresidenz (Wechselmodell), bei der die Kinder bei beiden Eltern in gleichem Umfang zu Hause sind. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland mittlerweile die traurige Position des Schlusslichtes ein. Wissenschaftliche Studien belegen eindrucksvoll die Vorteile der Doppelresidenz. Selbst der Europarat fordert die Doppelresidenz als Leitmodell für alle 47 Mitgliedstaaten.

„Wir brauchen ein Umdenken in den Köpfen der Menschen. Väter von heute wollen mit den Müttern auf Augenhöhe leben. Im Beruf, in der Familie und vor allem auch gegenüber ihren Kindern. Wir fordern daher einen fairen Umgang gegenüber BEIDEN Eltern“ meint Wolters weiter und lädt daher alle Interessierten ein, im Rahmen der Demonstration angeregt und auch durchaus kontrovers in den Austausch zu gehen.

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Weitere Informationen:

Der Väteraufbruch für Kinder e.V. berät Väter und Mütter, die von ihren Kindern getrennt leben. Der Kreisverein Köln ist einer von über hundert Kreisvereinen in Deutschland. Wir haben allein in Köln 20 Neukontakte pro Monat und bieten telefonische Beratung, Selbsthilfegruppen, Workshops und für Mitglieder Individualberatung an. Dabei spielen die Bedürfnisse und Gefühle von Männern in ihrer Rolle als Vater eine wesentliche Rolle unserer Arbeit. Unsere Hilfe ist strategisch zielorientiert, berücksichtigt die besonderen Umstände des Einzelfalls und führt die Väter in eine bessere Situation. Wir liefern konkrete Impulse, wie es weiter gehen kann und wie sich die Situation der Kinder nach der Trennung verbessert. Väter wünschen sich mehr Zeit mit dem Kind, gleichberechtigter Ansprechpartner in Erziehungsfragen und bedingungsloses gemeinsames Sorgerecht ab Geburt. Diesen Vätern und Müttern bietet der „Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.“ Hilfen an, die es ermöglichen, den neuen, unbekannten Alltag, umgeben von Rechtsanwältinnen, Jugendamtsmitarbeiterinnen und Familienrichterinnen zu bewältigen.

Unser Beratungstelefon steht montags zwischen 19:00 und 22:00 zur Verfügung. Die Telefonnummer wechselt in unregelmäßigen Abständen. Sehen Sie daher bitte vor jedem Anruf auf unserer Webseite nach, welche Telefonnummer gerade aktiv ist.

Wir treffen uns regelmäßig jeden 1. und 3. Dienstag im Monat um 19:15 Uhr in der Alten Feuerwache, Clubraum, Melchiorstr. 3, 50670 Köln.

60% der Väter, die sich an uns wenden, sind von häuslicher Gewalt betroffen. Der Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V. ist Mitglied im Männerberatungsnetzwerk www.maennerberatungsnetz.de.

Kontakt:
www.vafk-koeln.de
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Versammlungsleiter: Jörn Beckesch, Tel.: 0176 - 3709 3040
1. Vorsitzender: Hartmut Wolters, Tel.: 0170 - 196 4177

Väteraufbruch für Kinder e.V. Eschersheimer Landstr. 23, 60322 Frankfurt/M. Tel. : 069 - 13 39 62 90, Fax: 0321 - 21 42 53 72, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Musikalisches Highlight auf unserer Demo ist Michael Pfennig. Michael Pfennig ist Musiklehrer, Komponist und Texter sozialkritischer Lieder. Ohne eigenes Verschulden verlor er sechs Jahre lang jeglichen Kontakt zu seiner Tochter. Dabei entdeckte er als engagierter Vater unglaubliche Missstände für Scheidungskinder im deutschen Familienrecht. Seine Lieder entlarven Verantwortliche, aber sie enthalten auch Lob für Pioniere auf hoffnungsvollen neuen Wegen.

Das Justizministerium schweigt sich weiterhin aus

In der Presse1 wird Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zitiert,
dass sie das Umgangsrecht getrennt lebender Eltern neu regeln will. Im Januar
bereits wurde Deutschland vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
bereits verurteilt2, dass die gesetzlichen Regelungen zum
Durchsetzung des Umgangs gegen die Menschenrechte verstoßen. Das zuständige
Justizministerium schweigt bisher zu diesem Thema.

Das Zivilgesetzbuch der Schweiz sieht in Zukunft ausdrücklich vor, dass die Gerichte die Möglichkeit einer alternierenden Obhut bei einer Scheidung prüfen müssen.

Herzlichen Glückwunsch in die Schweiz!

Damit hat die einst so konservative Schweiz Deutschland quasi rechts überholt. Deutschland hinkt damit bei den elementaren Menschenrechten hinterher und darf damit als Schlusslicht in der europäischen Diskussion um die Doppelresidenz betrachtet werden. Zum Leidwesen der Kinder und ausgegrenzter Elternteile.

Der EGMR rügt dabei die zu zaghaft und nur unzureichend verhängten Ordnungsmaßnahmen und die nach wie vor fehlenden Rechtsmittel bei überlangen Gerichtsverfahren.

Wozu hat ein Kind 2 Beine? Warum haben Kinder 2 Augen? Dass ein Kind im Alltag auch beide Elternteile benötigt, hat sich anscheinend noch nicht überall herumgesprochen. Trotzdem werden Kinder nach Beendigung der Beziehung der Eltern immernoch mit Hilfe von Jugendamt und Justiz von einem Elternteil getrennt und müssen als Trennungsweise aufwachsen. Das muss nicht sein.

Das LSG NRW hat die Kostenübernahme einer 3-wöchigen Reise nach Indonesien für einen Vater durchgesetzt, weil die Mutter – unter Duldung der deutschen Institutionen, und gegen den Willen des Vaters - mit dem Kind nach Indonesien umgezogen ist.

Seit 2003 ist die Zahl der gerichtshängigen Sorge- und Umgangsstreitigkeiten stark gestiegen. In Hamburg stiegen die Zahlen von 765 (2003), 1176 (2008) auf 1602 im Jahr 2012.

Der Inhalt dieser Arbeit ist anhand einiger „Mosaiksteine“ die aktuelle und brisante Thematik der Obsorge im Hinblick auf die Kinder und deren Väter aufzuzeigen.

Repräsentativbefragung der gemeinnützigen Stiftung für Zukunftsfragen

„Viele Deutsche haben schlichtweg Angst vor der Familiengründung“, so Professor Dr. Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung.