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Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Politik

Während in Deutschland noch hartnäckig gefordert wird, dass man angeblich säumigen Unterhaltszahlern den Führerschein entziehen soll, ist man wie üblich im Ausland schon längst weiter. Nachdem jüngst in Kentucky die Doppelresidenz (Wechselmodell) gesetzlich als bevorzugte Umgangsregelung verankert wurde, hat man in Missouri nun erkannt, dass der Entzug von Führerschein oder Berufslizenz nichts bringt, um säumigen Unterhalt beizutreiben (Wer hätte das gedacht?). So wird der Gouverneur von Missouri eine entsprechende Gesetzesänderung voranbringen.

Frauen und auch Männer erhielten 1918 das allgemeine Wahlrecht

"Gratulation: Frauen haben in Deutschland seit 100 Jahren das aktive und passive Wahlrecht - wie auch Männer" formuliert die Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV). Sprecher Gerd Riedmeier weist darauf hin, dass bis 1918 in großen Teilen Deutschlands (Preußen) galt: Das Recht zu wählen war nicht vordringlich abhängig vom Geschlecht. Vielmehr war das Wahlrecht an Kriterien ausgerichtet wie Standeszugehörigkeit, Besitz und Steuerleistung.

Auch in Bayern besaßen noch im 19. Jahrhundert nur 1,2 % der Bevölkerung das aktive Wahlrecht; lediglich 0,7 % der Bevölkerung konnten überhaupt gewählt werden. Hauptkriterium war dabei die Zugehörigkeit zu den Ständen Adel, Klerus, Großgrundbesitz.

Es besteht hier seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, ein großes Missverständnis in der Väterbewegung, das in anderen Bewegungen nicht auftritt. Ich mache es mal an einem (relativ willkürlich gewählten) Zitat aus einer Vätergruppe fest:

„Radikalisierung ist für mich das exakte Gegenteil von Veränderung. Radikalisierung, Unnachgiebigkeit ist das Verharren auf der eigenen Position, die niemals völlig "richtig" sein kann.“

Alle politischen Bewegungen in Deutschland treten stets unnachgiebig auf, bis sie am Verhandlungstisch sitzen. Sodann ist Verhandlungsstärke, also Durchsetzungsvermögen (vorläufiges Verharren auf der eigenen Position), aber auch gleichzeitig Diplomatie und Kompromissbereitschaft erforderlich. Aus diesem Grund müssen wir differenzieren zwischen Lobbyarbeit, politischer Arbeit, persönlicher Betroffenheit, gesellschaftlicher Aufklärung und wissenschaftlicher Arbeit.

Unnachgiebigkeit und das Verharren auf der eigenen Position ist in der Lobbyarbeit und in der politischen Arbeit unabdingbar. Dies aus eigenen Kreisen als Radikalisierung zu bezeichnen, ist für sich genommen eigentlich eine Unverschämtheit und die Häufigkeit und Regelmäßigkeit, mit der Gruppen von Väteraktivisten andere Gruppen seit Beginn der Emanzipationsbewegung in die Schranken weisen, zeigt, wie die Väterbewegung ständig unterströmt und unterwandert wird, wenn sie einfach nur mal unnachgiebig auftritt. Das Ziel ist klar, die Väterbewegung soll nie erfolgreich werden. Deshalb schreibt auch die SPD, ohne dabei Scham oder Hemmungen zu empfinden: "Die antifeministische Männerrechtsbewegung wird, wenn wir in Regierungsverantwortung sein sollten, keinerlei Zugang bekommen. Wir werden dafür sorgen, dass progressive und profeministische Kräfte in der Männerpolitik gestärkt werden." Profeministische Kräfte in der Männerpolitik, alles klar. Werden dann auch promaskulistische Kräfte in der Frauenpolitik gestärkt? Leider nicht. Männer sollen von Feministen beurteilt, eingeschätzt und bewertet werden. Dagegen wehre ich mich persönlich.

Antifeministen seitens der SPD grundsätzlich aus der Politik auszuschließen, ist nicht nur undemokratisch, sondern diktatorisch. Diese Haltung ist ein "Verdienst" von Thomas Gesternkamp, Hinrich Rosenbrock und anderen. Diese stellen Männerrechtler grundsätzlich in die rechte Ecke - und dürfen sich damit nicht wundern, wenn diese dort stehen bleiben. Robert K. Merton bezeichnete eine solche selbsterfüllende Prophezeiung als Denkfehler, die eigene Rolle zu übersehen und die Ereignisse dann als Beweis für die eigene Vorhersage anzuführen. Wenn demokratische Parteien und das Bundesforum Männer sich also erfolgreich gegen die AfD behaupten möchten, dann müssen sie sich für Männer- und Väterinteressen "radikal" öffnen.

Ich würde mir wünschen, dass der Autor des oben genannten "Radikalisierungs-Zitats" mal auf die gleiche Weise gegen den Feminismus vorgeht, indem er diesem vorwirft, sie würden radikalisieren. Früher gab es Selbstverteidigungskurse für Frauen. Heute werden die Frauen ja förmlich in die Opferrolle reingedrängt, dass es ihnen selber schon zu viel Unterdrückung, respektive zu wenig Selbstbehauptung ist. Ich glaube, Frauen und Männer machen gemeinsam drei Kreuze, wenn der Feminismus in die Geschichtsbücher eingeht, Frauenparkplätze flächendeckend zu Eltern-Kind-Parkplätzen umbenannt werden, männliche Erzieher in Kindergärten wieder Kinder wickeln dürfen und Kinder auch nach der Trennung von beiden Eltern betreut werden dürfen.

Dem Feminismus vorzuwerfen, sie würden radikalisieren, traut sich aber niemand - außer uns. Da wird lieber in den eigenen Reihen bekämpft, geschmäht und verurteilt, als anzuerkennen, dass der Feminismus den Männern seit der ersten Auflage der „Emma“ den Krieg erklärt hat und uns als Feinde betrachtet. Nicht wir radikalisieren, sondern die Radikalfeministen - männlich wie weiblich - radikalisieren und polemisieren gegen Männer, Väter und Jungen.

Viele gutgläubige Menschen, auch als U-Boot oder Maulwurf bezeichnet, die sich selbst aber als Väteraktivisten sehen, obwohl sie Deserteure sind, winken mit weißen Fähnchen und rufen "Friede sei mit euch". Ich verstehe nicht, wie Menschen so fühlen können. Wer einem Vater die Kinder nimmt, die Vaterrolle auf alle vierzehn Tage Wochenende zurückstuft, von ihm erwartet, dass er die Kinder dann bei Laune hält, ihnen ein Entertainment bietet, das ihren Ansprüchen genügt, oder ihn gar entfremdet, so dass die Kinder ihren Vater hassen, dem kann ich nicht zuwinken und mich freuen, dass er (sie) für die Kinder da ist. Nahezu jeder Vater, der sich an uns wendet, fühlt sich ausgebeutet und ausgegrenzt und beklagt sich darüber, dass Jugendamt und Familiengericht nichts dagegen unternehmen. Wenn dann sogar der Wert des Vaters ausschließlich an der Höhe der zumeist völlig unangemessenen Unterhaltsforderungen bemessen wird, verkommt der Vater zum Geldesel und es wird ihm jegliche Erziehungshoheit abgesprochen. Das ist ein massiver Angriff auf die Grund- und Menschenrechte von Vätern (Art. 6 GG, Art. 8 EMRK).

Einen Arbeitgeber, der willkürlich seine Mitarbeiter fristlos rauswirft, wenn ihm seine Nase nicht passt, diesen dann wieder für ein paar Stunden einsetzt, weil er ihn gerade braucht, um ihn anschließend wieder zu beschimpfen und zum Teufel zu jagen, würde jeder Gewerkschafter zurecht als "Abschaum" bezeichnen. Dafür brauchen wir weder das Grundgesetz noch die europäische Menschenrechtskonvention, sondern einfach nur unseren gesunden Menschenverstand. Und wir sollen unsere Ex-Frauen noch huldigen für ihre Entfremdung und Geldgier, sie hofieren und uns in Freundlichkeit und Verbindlichkeit üben, damit man uns nicht "Radikalisierung" vorwirft? Wir sind eine Lobby, keine Radikalen. Wir leisten Lobbyarbeit, politische Arbeit, sind persönlich betroffen, üben gesellschaftliche Aufklärung aus und fördern wissenschaftliche Arbeit. Aber stehen wir wirklich für das Motto "ALLEN Kindern beide Eltern"?

Politische Arbeit

In der politischen Arbeit sucht man Gleichgesinnte, Betroffene, Mitstreiter, Unterstützer und Förderer für ein gemeinsames Ziel. Alle, die mit machen, wären irritiert, wenn man von dem Ziel plötzlich abweichen würde oder das Ziel nicht klar definiert, sondern dieses vernebelt und undurchsichtig ist. Sobald dieses diffuse Gefühl aufkommt, springen die meisten ab und man hat nur noch wenige Sympathisanten. Politische Arbeit hat mit Politik nichts zu tun und Parlamentarier machen keine politische Arbeit. Die Parteien machen im Wahlkampf politische Arbeit. Sind sie einmal gewählt, ist die politische Arbeit beendet. Politische Arbeit ist quasi die Unnachgiebigkeit und das „Verharren auf der eigenen Position, auch wenn diese niemals völlig "richtig" sein kann“. Dennoch würde niemand den Parteien "Radikalisierung" vorwerfen.

Politische Arbeit wird gestützt von Parolen, Stimmungsmache und Emotionen, Ich erinnere mich an den Kämpfer Dietrich Wagner im Stuttgart-21 Protest, dem von einem Wasserwerfer beide Auge ausgespült wurden. Seine Unnachgiebigkeit hat ihn zum Helden und Märtyrer der Stuttgart-21 Bewegung gemacht. Ich finde keine Presse, wo der Stuttgart-21 Bewegung oder Dietrich Wagner Radikalisierung vorgeworfen wird. Man mag einwenden, dass die Stuttgart-21 Bewegung nicht erfolgreich gewesen ist, und auch das müssen wir lernen: Nichts garantiert den direkten Erfolg und keine politische Aktion sollte daran gemessen werden, ob sie einen unmittelbaren Erfolg oder gar Misserfolg gebracht hat.

Lobbyarbeit in der Politik


In der Lobbyarbeit geht es darum, sich Zugang zur Politik zu verschaffen, um eigene Ziele einzubringen. Lobbyarbeit ist Beziehungsmanagement, Kontaktpflege und Hofieren, aber keine Lobby würde die eigenen Ziele zugunsten von Kontaktpflege verraten, sondern politische Instrumente (Streik, Demo) einsetzen, um seine Lobbyisten zu unterstützen. Lobbyarbeit ist viel Fleißarbeit, weil man ständig im Dialog mit denjenigen stehen muss, bei denen man seine Lobby einbringen möchte. Eine Lobby berücksichtigt aber nicht die Interessen anderer Lobbyverbände, es ist die Aufgabe der Politiker, die Wünsche und Interessen der unterschiedlichen Gruppen miteinander zu vereinbaren, nicht die der Lobbyisten.

Der Zugang von Lobbyisten zur Politik durch politische Arbeit ist auch in der Väterbewegung möglich, so geschehen nach der Demo 2016 in Köln. Im Nachgang an die Demo (politische Arbeit) folgten Einladungen von Interessenverbänden (Lobbyisten) in den Landtag NRW, in den Bundestag und zum Bundesforum Männer. So wird Lobbyarbeit und politische Arbeit zum Team. Wer von politischer Lobbyarbeit spricht, hat den Faden verloren und nicht erkannt, dass politische Arbeit und Lobbyarbeit Hand in Hand gehen, aber keine Einheit bilden.

Daneben gibt es Lobbyarbeit in den Medien, Lobbyarbeit bei Mäzenen etc.

Völlig andere Wege gehen persönliche Betroffenheit, gesellschaftliche Aufklärung und wissenschaftliche Arbeit.

Wissenschaftliche Arbeit

Wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit Studien, Untersuchungen, Befragungen, Erhebungen und wertet diese aus. Die wissenschaftliche Arbeit stellt weder Forderungen noch postuliert sie ein Ziel. Die wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht Forschungsergebnisse.

Gesellschaftliche Aufklärung

In der gesellschaftlichen Aufklärung sollen Themen an die Gesellschaft vermittelt werden. Diese ist mit Parolen unter- und mit wissenschaftlichen Ergebnissen überfordert. Themen können wissenschaftliche Ergebnisse ebenso wie Meinungen sein. Sie müssen gesellschaftsfähig postuliert und damit verständlich formuliert sein, ohne die gewünschte Aussagekraft zu verwässern. Es ist also auch hier eine gewisse Unnachgiebigkeit gefragt, nur dass diese deutlich weicher bzw. sanfter formuliert wird als in der politischen Arbeit.

Persönliche Betroffenheit

In der persönlichen Betroffenheit ist einzig die Individualität des Einzelfalls in Relation zum gewünschten Ergebnis maßgebend. In der persönlichen Betroffenheit kann weder politische Arbeit, Lobbyarbeit, wissenschaftliche Arbeit noch gesellschaftliche Aufklärung bedient werden, denn es geht ausschließlich um das Kindeswohl, wörtlich übersetzt um die Besten Interessen des Kindes, differenziert nach den Ansprechpartnern. Diese sind Mutter, Jugendamt, Verfahrensbeteiligte, Familiengericht. Mit der Mutter sollte man stets versuchen, zu kooperieren, die Termine beim Jugendamt sind dagegen lediglich eine Pflichtveranstaltung. Wer versucht, mit dem Jugendamt zu kooperieren und die Mutter in die Pfanne zu hauen, muss das alleinige Sorgerecht oder Gewaltschutz beantragen. Beim Umgangsantrag oder gemeinsamen Sorgerecht nützt es dem Vater in der Regel nicht, mit dem Jugendamt zu kooperieren, wenn er nicht gleichzeitig zumindest versucht, mit der Mutter zu kooperieren. Im Umkehrschluss ist es nicht erforderlich, mit dem Jugendamt zu kooperieren, solange der Vater den Beweis erbringen kann, dass er mit der Mutter kooperiert. Für das Umgangsrecht ist es gleichzeitig erforderlich, die gute Bindung zum Kind in den Vordergrund zu stellen und diese substantiiert darzustellen. Pech für denjenigen, der keine Chance hatte, eine gute Bindung zum Kind aufzubauen. Dem bleibt nur, seine Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung zu belegen. Wer nicht mal das kann, hat nach deutschem Recht keine Chance, es sei denn, er ändert das Recht, wo wir wieder bei der politischen Arbeit wären, die die Lobbyarbeit – sofern vorhanden - unterstützt.

Vergleich: Nutzung und Verarbeitung von Weizen

Es ist also ein Unterschied, ob wir Weizen anbauen, Genmanipulation oder andere Forschung an Weizen vornehmen, Brötchen backen, sie verkaufen oder essen. Alles hat seine Daseinsberechtigung und alles hat mit Weizen zu tun. Wir dürfen uns nur nicht einbilden, dass wir, weil wir Brötchen essen, diese dann auch backen oder gar Weizen anbauen können. Der Agrarminister würde auch nie auf die Idee kommen, eine bestimmte Weizenkultur zu empfehlen oder von einer anderen abzuraten. Die Familienministerin tut das, sie lehnt sinnbildlich verschiedene Weizenkulturen (Modelle für Unterhalt, Umgang und Sorgerecht) ab und empfiehlt andere, und hier können wir sie packen. Das haben wir aber bisher nicht geschafft, weil sämtliche Väterverbände – um bei dem Beispiel zu bleiben – den eigenen Weizen zum Standard erheben wollen. Dabei stehen wir für das Motto „ALLEN Kindern beide Eltern“. In Analogie zum Weizen bedeutet das, dass aus jedem Weizen ein Brötchen gebacken werden darf, solange die Gesundheit des Konsumenten nicht gefährdet ist. Das Bundesverfassungsgericht stellt hohe Hürden gegen den Entzug des Elternrechts aus Art 6 I, II GG. In der richtigen Kombination aus Lobbyarbeit, politischer Arbeit, persönlicher Betroffenheit, gesellschaftlicher Aufklärung und wissenschaftlicher Arbeit werden wir diese hohen Hürden auch für Väter durchsetzen können. Solange aber jeder nur seinen „Weizen“ verkaufen will und anderen „Weizen“ schmäht, also verunglimpft oder gar verteufelt, werden wir als Lobby nicht anerkannt und wahrgenommen werden, im Gegenteil. Es wird denjenigen, die unsere Lobbyarbeit zunichtemachen wollen, mühelos gelingen, Zerstrittenheit herauf zu beschwören.


Köln, 05.09.2016

Die FDP stellt das Kind in den Mittelpunkt.

Mit Links zum Protokoll und Videos von allen Reden auf Youtube.Die FDP-Fraktion im deutschen Bundestag hat in der Sitzung am Donnerstag, 15.03.2018, einen Antrag unter der Überschrift "Getrennt leben - Gemeinsam erziehen: Familienrechtliches Wechselmodell als Regelfall einführen" gestellt.

"Väter bleiben Eltern zweiter Klasse", resümiert Hartmut Wolters, Kreisvorsitzender des Väteraufbruch für Kinder in Köln die Debatte im Bundestag. In über 90% der Fälle werden Kinder nach der Trennung der Mutter zugesprochen. "Die Professionen halten an dem Mütterbonus selbst dann verbittert fest, wenn das Kindeswohl im Residenzmodell gefährdet ist", fährt Wolters fort. Manch ein Vater, so Wolters, der eine glückliche Kindheit gewährleisten könne, erfährt von Inobhutnahmen erst durch die Aufforderung, seinen Kindesunterhalt an das Jugendamt zu zahlen. "Das Residenzmodell ist gescheitert, es bedarf eines Paradigmenwechsels", fordert Wolters.

Köln, 14.03.2018 - Wechselmodell bedeutet die gleichberechtigte Aufteilung von Betreuungsleistung durch die Eltern für die Kinder auch nach der Trennung. Vielerorts wird behauptet, eine gleichberechtigte Betreuung nach der Trennung sei nur möglich, wenn die Eltern das auch zulassen und sich einvernehmlich darauf einigen. "Unsere Erfahrungen widersprechen dem", so Hartmut Wolters, Kreisvorsitzender des Väteraufbruch für Kinder in Köln. Das Wechselmodell funktioniere gerade bei zerstrittenen Eltern am Besten, weil beide in das soziale Umfeld der Kinder eingebunden sind. "Das zeigen auch die einschlägigen Studien", ergänzt Wolters.

Stellvertretend für die Väterbewegung wenden wir uns heute an Sie als Mitglied des Bundestages mit der Bitte um Unterstützung. Familie geht alle an. Das Wohlergehen unserer Kinder bedarf parteiübergreifender Lösungen.
 
Mit der einstimmig verabschiedeten Resolution 2079 der parlamentarischen Versammlung des Europäischen Rates vom 2. Oktober 2015 wurde den Mitgliedsstaaten die Empfehlung ausgesprochen, das Wechselmodell als Regelfall anzunehmen und die Gesetze dahingehend anzupassen. Auf diese Resolution angesprochen, gestand Angela Merkel unmittelbar vor der Bundestagswahl, sie nicht einmal zu kennen.

Einzig die FDP war bereit, die Resolution 2079 in ihr Parteiprogramm aufzunehmen. Dies haben wir honoriert:
http://www.presseportal.de/pm/127703/3741810

Trauen auch Sie sich, in Bezug auf unsere Kinder Farbe zu bekennen.
In vielen Gremien werden wir als Väterlobby damit konfrontiert, dass Väter sich ja gar nicht um ihre Kinder kümmern würden. Unser Erleben in der Väterberatung ist aber, dass Väter sich nicht um ihre Kinder kümmern dürfen, weil Rechtsprechung und Praxis dies vereiteln.
Die Annahme, das Wechselmodell als Regelfall würde die mutmaßlich erforderliche Kindeswohlprüfung außer Acht lassen, ist irreführend und falsch. Die erforderliche Kindeswohlprüfung wird nämlich nach dem derzeitigen Residenzmodell außer Acht gelassen. In über 90% der gerichtlichen Regelungen wird das Kind der Mutter zugesprochen – selbst wenn das Kindeswohl bei ihr gefährdet ist. Die Einzelfallprüfung findet also ZUR ZEIT nicht statt. Dies will die FDP ändern.
Eine Legende ist übrigens auch, dass die Kinder im Wechselmodell stets einen großen Koffer packen müssen. Gerade im Wechselmodell haben beide Eltern üblicherweise alles, was die Kinder brauchen. Mit ist nur ein einziger Fall bekannt, da besaß ein Mädchen eine 800 Euro teure Geige. Wenn sie diese vergessen hatte, ist sie mal eben mit dem Fahrrad rüber gefahren und hat sie sich geholt. Kleinkinder, die kein Fahrrad fahren können, haben typischerweise auch keine Geige.
 
Sie werden alle um die Umsetzung der Resolution 2079 nicht herum kommen. Solange man über 90% der Frauen die Betreuung – übrigens teilweise gegen ihren Willen – aufhalst, werden diese nicht arbeiten gehen können und die Männer werden weiterhin hart verhandeln, wenn es um Gehaltssteigerungen geht. Der Gender Pay Gap lässt sich so nicht auflösen.
 
60 Fachkräfte haben vergangene Woche ihr Plazet gegeben. Das Wechselmodell entspricht dem Wohl des Kindes am Besten, andere Regelungen dürfen nur im Ausnahmefall angeordnet werden.
https://www.doppelresidenz.org/page/blogposts/gemeinsame-erklaerung-deut...

Bereits heute praktiziert fast ein Viertel der getrennten Eltern in Deutschland mit ihren Kindern das Wechselmodell. Nach einer kürzlich veröffentlichten Allensbach-Studie sind 93 Prozent dieser Eltern sehr zufrieden mit dem Wechselmodell ( www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Abach_Trennungseltern_Bericht.pdf ). Gewinner des Wechselmodells sind die von Trennung ihrer Eltern betroffenen Kinder. Die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Eltern ist nicht Voraussetzung, sondern Ergebnis eines Wechselmodells.

Die Väterbewegung fordert das bedingungslose gemeinsame Sorgerecht ab Geburt, gleichberechtigter Ansprechpartner in Erziehungsfragen und mehr Zeit mit dem Kind. Sobald der Selbstbehalt in der Düsseldorfer Tabelle von 1080 auf 1300 Euro angehoben ist, wird es einen deutlichen Ruck geben und haufenweise Väter fallen in die Mangelfallregelung. Sie lassen sich weder als Rabenväter noch als Unterhalspreller beschimpfen, sondern genießen den legitimen Schutz vor solchen Schmähungen. Wer keinen Unterhalt leisten kann, ist von der Unterhaltspflicht befreit.
Der Unmut über den systematischen Entzug des Vaters vom Kind steigt. Mittlerweile erwachsene entfremdete Kinder erkennen ebenfalls die Schieflage im Familienrecht. Zynischen Kampagnen helfen nicht. Vater sein ist nicht, was Du draus machst ( https://www.vaeter.nrw/vaeterkampagne-vater-ist-was-du-draus-machst ), Vater sein ist aktuell das, was die Mutter zulässt. So wächst nur der Unmut über die etablierte Politik. Auch das ist ein Grund, warum die AfD so erstarkt ist. Die IG Metall fordert die 28 Stunden Woche. Funktionäre sind allesamt Rechtsgelehrte und sich bewusst, dass

Väter nach der Trennung ihr Stundenkontingent nicht auf 28 Stunden reduzieren DÜRFEN, weil das Gesetz das verbietet!

Wenn eine Mutter vor Gericht zieht, wird dem Vater mitunter der Umgangs untersagt und ihm ein bis 2 Nebenjobs zugemutet. Perfide Forderungen nach Regelungen, die im Einzelfall gar nicht genutzt werden dürfen, sind die Grundlage für die Spannungen zwischen Väterbewegung und Politik.

Ich benenne hier gängige Rechtspraxis, nicht irgendwelchen an den Haaren herbei gezogenen Unsinn.
 
Die Väterbewegung steht voll hinter der FDP, wenn CDU/CSU und Grüne die Koalitionsverhandlungen platzen lassen, weil sie die Väterdiskriminierung fortsetzen wollen.

Die Alternative für CDU/CSU als Koalitionspartner ist die AfD. Mein Vater sagte immer, man muss in der Politik das geringste Übel wählen. Wir sind uns wohl alle einig, dass das Wechselmodell, also gleichberechtigter Kontakt des Kindes zu den Eltern, Großeltern und Geschwistern väter- und mütterlicherseits als Regelfall das „geringere Übel“ und darüber hinaus im besten Interesse des Kindes sein muss.

Wollen Sie dem "im Regelfall" wirklich widersprechen?

Mein Team und ich stehe gerne beratend zur Verfügung.

Getrennt leben – gemeinsam erziehen: Politische Weichenstellungen zum gesellschaftlichen Leitbild der Doppelresidenz

Nur 1/3 der getrennt lebenden Eltern sind mit den getroffenen Betreuungsarrangements zufrieden, mehr als die Hälfte wünscht sich eine gleichberechtigte und gleich verantwortliche Elternschaft nach einer Trennung, so die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des SPD geführten BMFSFJ.

Die SPD hatte sich zuletzt gegen die Grundannahme gemeinsamer Elternschaft nach einer Trennung gestellt und wollte nur in Hinsicht auf den BGH Beschluss nachbessern. In Bezug auf die klare familienpolitische Position der FDP welche mit Wahlerfolgen einhergeht, scheint man nun kalte Füße zu bekommen.

Wuppertal, 14.01.2018 - Von Harald Thomé

Die Leitlinien einer GroKo stehen, es wird eine „weiter so“ / "uns geht es so gut" - Politik anhand der Ergebnisse der Sondierungsgespräche geben.  

Hier erstmal die Ergebnisse der Sondierungsgespräche: http://www.portal-sozialpolitik.de/uploads/sopo/pdf/2018/2018-01-12_Sondierungsergebnis_PS.pdf

Ulm, 16.01.2018 - Von Herrmann Danne

Die finale Fassung der Sondierungsgespräche unserer Noch-Volksparteien CDU, CSU und SPD hat ungefähr den Unterhaltungswert eines Telefonbuches oder der Neujahrsansprachen von Mutti und lassen jeden Schlafmittelhersteller um seine Existenz bangen.

Hamburg, 15.01.2018 - Von Thorsten Vanselow

Fast jeder Mitmensch würde in einer Umfrage, in der es um die allgemeine Lebensqualität ginge, auf die Frage "Welchen Stellenwert hat die Familie in Ihrem Leben für Sie" mit den Antworten "einen hohen Stellenwert", "einen sehr hohen Stellenwert" oder sogar "den höchsten Stellenwert" beantworten.

Das Kinderrecht auf beide Elternteile, auch auf den Vater kommt bei CDU/CSU und SPD nicht vor

Sindelfingen, 14.01.2018 - Von Johannes Fels

Schon die Überschrift „Familien, Frauen und Kinder“ im Sondierungsprotokoll lässt erahnen, dass die Familienpolitik der neuen GroKo an die verfehlte Familienpolitik der alten GroKo nahtlos anknüpfen wird. Väter werden aber nicht nur in der Überschrift ausgeschlossen.

Trier, 14.01.2017 - Von Rechtsanwalt D.S. (Name ist der Redaktion bekannt).

Deutsche Familienrechtspraxis systematische staatliche Kindesmisshandlung

CDU, CSU und SPD haben das Ergebnis der Sondierungsgespräche veröffentlicht. Bereits in der Präambel wird offensichtlich, dass dieses Papier an der Rechts- und Lebenswirklichkeit der Menschen in diese Land vorbei geht und den Status Quo der staatlichen Kindesmisshandlung durch Eltern-Kind-Entfremdung weiter zementieren möchte.

Güstrow, 13.01.2018, von Horst Schmeil - Die befürchtete GroKo für die kommenden Jahre hat wieder mal auf die alten Muster der Väterverdammung und Frauenförderung zurückgegriffen. Männer, Väter und Jungen sowie familienfördernde Initiativen sind weiterhin nicht berücksichtigt. Die Familie soll weiter aufgelöst, die Kinder den Eltern entzogen werden. Die Folge davon ist die „Notwendigkeit“ der Immigration von jungen Männern, die Parallelgesellschaften in Deutschland bilden, die dann die Kriege aus ihren Ländern nach Deutschland tragen. Das kann nicht funktionieren.

Berlin, 13.01.2018 - Von Wolf Jacobs. Vorab: Es geht nicht um Familienpolitik. Die Bezeichnung dient als Tarnbegriff für eine Frauen- und Steuereinnahmen Politik.

“Familie, Frauen und Kinder”

Zunächst fällt mir als alleinerziehender Vater auf, dass ich in den Plänen von CDU/CSU und der SPD offenbar nicht vorkomme. Die Betonung liegt auf “Frauen und Kinder“. Als Vater und Mann wird man systematisch bereits am Anfang ausgeschlossen. Da hilft es auch nichts, dass man Teil einer Familie sein kann. Dasselbe trifft auf Frauen und Kinder zu. Der Mann wird bereits am Anfang ausgegrenzt.

Berlin, 13.01.2018 - Von Hadmut Danisch. "Wir werden Kinderrechte im Grundgesetz ausdrücklich verankern." War das nicht mal so, dass man für Grundgesetzänderungen eine 2/3-Mehrheit braucht?,Der Bundestag hat 709 Sitze, CDU, CSU und SPD zusammen 399, eine 2/3-Mehrheit wären 473, fehlen also 74 Stimmen. Ein sportliches Unterfangen, das in einem Koalitionsvertrag festzuschreiben.

Trennungskinder gibt es in der Politik nicht, Sondierungspapier lässt getrennte Eltern und Kinder unberücksichtigt.

Berlin/Frankfurt, 13.01.2018 - von Markus Witt. 81% der Menschen in Deutschland sind der Meinung, dass auch nach Trennung und Scheidung die Kinder von beiden Eltern betreut und erzogen werden sollten. Dringende Reformprojekte im Kindschafts- und Unterhaltsrecht, die Regelung des Wechselmodells und die Deeskalation von familiengerichtlichen Verfahren bleiben im Sondierungspapier jedoch unberücksichtigt.

Jetzt schon spenden für die

Bundesweite DEMO:
Allen Kindern beide Eltern!

am 09.06.2018 von 13 bis 18 Uhr
Köln, Bahnhofsvorplatz

Unbestätigte Mitteilung von Daniel Föst MdB, Vorsitzender der FDP Bayern, vom 18. Dezember 2017:

Es wird Zeit, dass auch das Familienrecht reformiert, modernisiert und gerechter wird. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass das Wechselmodell bzw. die Doppelresidenz zum Regelfall nach einer Trennung wird. Dazu bereiten wir gerade einen Gesetzentwurf vor, den wir im Januar nächsten Jahres einbringen werden. Mit dem Wechselmodell wird die Betreuung der Kinder im Streitfall nach einer Scheidung oder Trennung neu geregelt.

80% aller Trennungskinder in Deutschland leben bei der Mutter. Moderne Rollenverteilung? Fehlanzeige. Torsten Sommer kämpft dafür, dass sich das ändert.

In Hinblick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen ist jetzt die Politik gefragt, für Väter und Kinder etwas zu leisten und das Grundrecht auf Erziehung durch beide Elternteile (Art. 6 GG, UN Kinderrechte) zu verwirklichen.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/videos/scheidungsvaeter-100.html

With all the positive aspects of shared parenting, we need to get out of these archaic and draconian Family Court practices. This starts with awareness and debunking myths, so they are not further perpetuated among the Family Court culture.