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Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Umgangsrecht

Das Bayrische Landeskriminalamt zitiert in einer Untersuchung zu Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden.

In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in Sorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch.

Das BVerfG hat im Hinblick auf die Zulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde präzisiert, in welchen Fällen eine Anhörungsrüge beim letztinstanzlichen Gericht erhoben werden muss. Dies sei nur in den Fällen nötig, in denen die Verletzung des rechtlichen Gehörs auch Gegenstand der Verfassungsbeschwerde ist oder den Umständen nach ein solcher Verstoß nahe liegt.

Der betreuende Elternteil hat sich an den Kosten des Umgangs zu beteiligen, wenn der Umzug des betreuenden Elternteils mit dem Kind ins Ausland dazu führen kann, dass der Umgang aus Kostengründen nicht durchgeführt werden könnte.

Das Bundessozialgericht hat das Umgangsrecht Arbeitsloser mit ihren getrennt lebenden Kindern gestärkt. Das Jobcenter muss einem Hartz-IV-Empfänger die Fahrtkosten zur Wahrnehmung des Umgangs voll erstatten. Damit verwarfen die Richter die sogenannte Bagatellgrenze der Bundesagentur für Arbeit.

Beschluss v. 12.3.2014 - XII ZB 234/13

1. Nimmt der barunterhaltspflichtige Elternteil ein weit über das übliche Maß hinaus gehendes Umgangsrecht wahr, kann der Barunterhaltsbedarf des Kindes unter Herabstufung um eine oder mehrere Einkommensgruppen der Düsseldorfer Tabelle bestimmt werden (Fahrtkosten, Unterbringungskosten).

2. Der auf diesem Weg nach den Tabellensätzen der Düsseldorfer Tabelle ermittelte Unterhaltsbedarf kann zusätzlich gemindert werden, wenn der barunterhaltspflichtige Elternteil dem Kind im Zuge seines erweiterten Umgangsrechts anderweitige Leistungen erbringt, mit denen er den Unterhalt des Kindes deckt.

Das LSG NRW hat die Kostenübernahme einer 3-wöchigen Reise nach Indonesien für einen Vater durchgesetzt, weil die Mutter – unter Duldung der deutschen Institutionen, und gegen den Willen des Vaters - mit dem Kind nach Indonesien umgezogen ist.

Nach § 89 Abs. 4 Satz 1 FamFG unterbleibt die Festsetzung eines Ordnungsmittels, wenn der Verpflichtete Gründe vorträgt, aus denen sich ergibt, dass er die Zuwiderhandlung nicht zu vertreten hat. Der Verpflichtete hat die Umstände, die den Grund für das Scheitern der Umgangskontakte darstellen, im Einzelnen darzulegen.

Unter den Gutachtern, die bei gerichtlich in Auftrag gegebenen Gutachten in Einzelfällen oder häufig eine Tendenz signalisiert bekommen haben, gaben 61,1 Prozent (n = 11) der psychologischen Gutachter an, mehr als 50 Prozent ihrer Einnahmen aus gutachterlichen Tätigkeiten zu beziehen. Dieser Wert ist bei psychologischen Gutachtern im Vergleich zu den anderen untersuchten Berufsgruppen am höchsten.

Die Antragsgegnerin entschuldigten den Ausfall der Umgangstermine u.a. mit beruflichen und privaten Terminen. Die Termine wurden nicht nachgeholt. Der Antragsteller beantragte daher die Festsetzung eines Ordnungsgeldes gegen die Antragsgegnerin.

Die Mutter boykottierte den vom Gericht angeordneten Umgang des Vaters mit seinen beiden Töchtern. Nach Einholung eines Sachverständgigengutachtens entzog das FamGericht daraufhin der Mutter im Wege der einstweiligen Anordnung das Aufenthaltsbestimmungsrecht und übertrug es auf den Vater. Das Jugendamt wurde mit Zustimmung des Vaters ermächtigt, die Kinder vorübergehend in einer geeigneten Einrichtung oder Pflegefamilie unterzubringen.

Neu ist, dass dem Verfahrensgegner jetzt regelmäßig vor der Bewilligungsentscheidung Gelegenheit zur Äußerung nicht nur zur Erfolgsaussicht des Antrages, sondern auch über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers zu geben ist (§ 118 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

Immer mehr Eltern betreuen ihre Kinder im Wechselmodell, zunehmend werden Familiengerichte mit entsprechenden Anträgen sowohl in Verfahren um die elterliche Sorge als auch mit entsprechenden Umgangsrechtsanträgen konfrontiert.

Wie sollte ein Verfahrensbeistand arbeiten? Was muss dabei besonders beachtet werden?

Das steht in den Standards der BAG Verfahrensbeistandschaft / Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e. V.

Wechsekmodell: Psychologie-Recht-PraxisDie von Ihrem Referat auf unserer Fachtagung zum Thema Wechselmodell/Doppelresidenz bekannte Autorin Prof. Dr. Sünderhauf hat nunmehr ihr Buch veröffentlicht.

Hier ein Interview mit Prof. Dr. Sünderhauf zum Thema Wechselmodell/Doppelresidenz im dradio vom 22.08.2013 anlässlich der Veröffentlichung.

Seit 2003 ist die Zahl der gerichtshängigen Sorge- und Umgangsstreitigkeiten stark gestiegen. In Hamburg stiegen die Zahlen von 765 (2003), 1176 (2008) auf 1602 im Jahr 2012.

Es mangelt an einem inhaltlich ausreichenden Hinweis auf die Folgen der Zuwiderhandlung, § 89 FamFG. Das Familiengericht hat im Beschluss vom 21.7.2011 einen entsprechenden Hinweis erteilt, der aber die inhaltlichen Mindestanforderungen nicht erfüllt und deshalb die notwendige Warnfunktion nicht übernehmen kann. Es mangelt an der Angabe der Obergrenzen des zu verhängenden Ordnungsgeldes und der anzuordnenden Ordnungshaft.

Das Gericht darf die Entscheidung über die dem Verfahrensgegenstand auf Regelung von Umgangskontakten zugrundeliegende Frage zu der Häufigkeit,

Das Familiengericht hatte dem Vater das Recht eingeräumt, seinen Sohn (3 1/2 Jahre) alle zwei Wochen am Wochenende für eine Übernachtung bei sich zu haben. Die Mutter legte dagegen Beschwerde ein. Ihr ging es vor allem darum, die Übernachtungen zu verhindern.

Neben dem Optimum der Doppelresidenz bzw. der Paritätischen Betreuung, gibt es wissenswerte und hilfreiche Literatur und Vorträge um trotz Trennung als Eltern ein optimales Umfeld zu gestalten.

Die nachfolgend vorgestelten Bücher und Videos sollen Hilfestellung und diesbezügliche Anregungen geben, wie wir in einer Trennungssituation unseren Kindern noch bessere Eltern sein können.

Ein Paar kann sich nach einer Beziehung vielleicht trennen. Die Kinder können jedoch nichts dafür und sollten nicht leiden an der Trennung, an ihren Eltern oder an den betreuenden Elternteilen.

Jesper Juul ist z.B. der Meinung, dass nur ausschließlich die jenigen, die sich gut und kooperativ zu einem Ex-Partner verhalten können, sich ebenfalls gut und kooperativ zu ihren Kindern verhalten können und sich somit als gute Eltern erweisen würden.

Wenn eine Partnerschaft nach einer Trennung im Streit untergeht, fehlt es den Streitenden hingegen an Mitmenschlichkeit - im christlichen Sinne - gegenüber den Kindern und gegenüber den ehemaligen Partnern.
U.U. fehlt es auch manchmal an Selbstwertgefühl.

Beziehung geht nach einer Trennung weiter - mit allen Traumata und Selbstzweifeln.
Ruhe und Harmonie - auch für die Kinder - gelingt nicht durch Verdrängung sondern höchstens durch aktive Arbeit der Eltern an den Themen der Trennung.

Für Kinder ist es dabei wichtig, dass beide Eltern weiterhin gut miteinander umgehen können und die Kinder zu beiden Eltern intensiven Kontakt haben können.
Nach einer Trennung sollten Eltern ihren Kindern zeigen, dass sie gemeinsam als Eltern auch mit schwierigen Situationen und Herausforderungen kompetent umgehen können.

Auch nach einer Trennung und trotz eventueller unverarbeiteter Konflikte sind "beide" Eltern weiterhin in der Verantwortung, für ihre Kinder immer da zu sein und sind "beide" Eltern in der Pflicht, gemeinsam eine möglichst optimale Entwicklung ihrer Kinder zu fördern und zu sichern.
 

Thema Trennung aus der Perspektive der Kinder:

Ich hab euch beide lieb!  Wenn Eltern sich getrennt haben
(3.-6. Lebensjahr)
von Claire Masurel, Kady McDonald Denton
32 Seiten, Brunnen-Verlag
 
Glückliche Scheidungskinder
(0.-18. Lebensjahr)
von Remo H. Largo, Monika Czernin
336 Seiten, Piper Taschenbuch
 
Kinder lassen sich nicht scheiden
DVD, 63 Minuten, Deutsche Liga für das Kind
 
Trennung und dann...
von Jesper Juul, Mathias Voelchert
DVD, 295 Min., FamilyLab
 
Thema Bindungstheorie:

Bindung - Das Geflecht des Lebens
von Klaus Grossmann & Karin Grossmann
DVD, 445 Min., Auditorium Netzwerk
 
Thema Pädagogik & Entwicklung:

Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren, 592 Seiten, Piper Taschenbuch  Kinderjahre: Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung, 384 Seiten, Piper Taschenbuch
Jugendjahre: Kinder durch die Pubertät begleiten, 400 Seiten, Piper Taschenbuch
jeweils von Remo Largo, ..
 
Krippenkinder, Familie und Tagesbetreuung in gemeinsamer Verantwortung
DVD, 70 + 23 Min., Deutsche Liga für das Kind
 
Die besten Förderspiele, So unterstützen Sie Ihr Kind
(0.-6. Lebensjahr)
von Gerda Pighin
318 Seiten, Urania Verlag (Weltbild)
 
Kinder gezielt fördern
(1.-7. Lebensjahr)
von Cornelia Nitsch, Gerald Hüther
240 Seiten, Gräfe und Unzer Verlag
 
Dein kompetentes Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie
von Jesper Juul
288 Seiten, rororo-Verlag
 
Du bist mir wichtig
(0.-12. Lebensjahr)
von Gerald Hüther, Peter Zimmermann, Gabriele Haug-Schnabel, Kerstin Gemballa, Ute F. Wegner, Nina Roth, Regina Lindhoff, Carola Sturm
128 Seiten, Verlag Mehr Zeit für Kinder (BARMER GEK)
 
Thema Schule:

Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen
von Gerald Hüther, Uli Hauser
192 Seiten, Albrecht Knaus Verlag
 
Schülerjahre: Wie Kinder besser lernen  
von Remo H. Largo, Martin Beglinger
336 Seiten, Piper Taschenbuch
 
www.schule-im-aufbruch.de
 
Väterbücher:

Das Väter-Buch
von Bernd Neumann, Volker Baisch
176 Seiten, Trias Verlag
 
Mann und Vater sein
von Jesper Juul
200 Seiten, Kreuz Verlag
 

Babys brauchen Väter: Das ABC der Vater-Kind-Bindung
Babys suchen Kontakt, bereits am ersten Tag ihres Lebens. An der faszinierenden Entwicklung ihrer Kinder hautnah teilhaben zu wollen, ist längst auch Sache der Väter. Und das zu Recht: denn die Bedeutung des Vaters ist enorm, Kinder brauchen – vom frühen Säuglingsalter an – stärkende Vaterbeziehungen, um zu emotional stabilen Persönlichkeiten zu reifen. Wie entsteht eine gute, vertrauensvolle Beziehung zwischen Vater und Kind, wie innige, echte Verbundenheit? Wie lässt sich eine sichere Bindung aufbauen?Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Elternarbeit zeigt der Psychologe Richard Fletcher anhand von vielen Beispielen, wie junge Väter die Signale und Bedürfnisse schon kleinster Kinder richtig verstehen und feinfühlig darauf reagieren können. Sehr verständlich erklärt er, wie Väter Anregungen und Geborgenheit geben können, warum Spielen und Balgen zur Hirnentwicklung und sozialen Kompetenz beiträgt und was die Vater-Kind-Bindung von der Beziehung zur Mutter unterscheidet. Ein Ratgeber, der junge Väter ermutigt, sich auf Entdeckungsreise zu begeben und ihre neue Vaterrolle mit Begeisterung und Zuversicht anzunehmen.
Taschenbuch, 19,95 Euro
https://www.amazon.de/Babys-brauchen-V%C3%A4ter-Das-Vater-Kind-Bindung/dp/3456853017
 
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Evtl. auch für nur umgangsberechtigte Elternteile interessant:

BSG, Urteil vom 22.08.2012, B 14 AS 13-12 R