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Kürzlich behauptete Stefan Rücker, der Leiter der Forschungsgruppe PETRA (welche vom BMFSJF mit der Durchführung einer Studie zu Nachtrennungsfamilien beauftragt wurde) im Interview mit WELT, "die Bindungsforschung geht [...] davon aus, dass man als sehr kleines Kind nur zu einem Menschen eine sehr enge Bindung eingehen kann." Die Forschungslage auf die er sich bezieht, stammt allerdings aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts (John Bowlby). Heute ist die Forschung bereits weiter.

So stellt etwa Michael E. Lamb, Professor in Cambridge fest, dass "interestingly, babies seem to attach not just to those who actively care for them, but to those they interact with regularly. So infants can be strongly attached, for example, to a father who works full-time but engages with the child enough outside of working hours."

Bedauerlicherweise werden aber internationale Forschungsergebnisse immer wieder von unseren heimischen Experten negiert. Ob dieses an mangelnden Sprachkenntnissen liegt? Oder an einem eingeschränkten Weltbild?

Bezeichnend dafür könnte auch sein, dass Rücker im Interview zuletzt dann auch wieder auf die Frage zurückkommt wie man am besten feststelle, bei welchem Elternteil das Kind leben solle. Immerhin erkennt er, dass "Wenn es gelingt, mit den Eltern gemeinsam Perspektiven zu entwickeln – auch finanziell –, dann wirkt sich das positiv auf die Kooperationsbereitschaft aus." Mithin ist im also auch selbst bewusst, dass es in der Vielzahl der Fälle lediglich um Geld geht und nicht um die Kinder.

Die PETRA Studie liegt seit einiger Zeit auf dem Schreibtisch der Ministerin und harrt ihrer diesjiägen Veröffentlichung.