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Die mehrheitlich junge und weibliche Regierung in Finland macht, wovon viele Väter in Deutschland träumen: Beide Eltern können bald in Finnland jeweils 7 Monate Elternzeit nehmen. Dabei erhalten ab 2021 die Eltern insgesamt 14 Monate lang ein festes Betreuungsgeld welches tageweise berechnet wird. Maximal 69 Tage können auf den anderen Partner übertragen werden.

Die Finnische Regierung will dadurch Rollenmuster aufbrechen und Karriererisiken auf beide Geschlechter verteilen, um den Geburtenrückgang zu bekämpfen. Gleichzeitig erhalten Väter die Chance sich gleichberechtigt in der Familie einzubringen. Zuvor durften Väter lediglich 2 Monate Elternzeit nehmen. In Schweden haben Eltern sogar jeweils 8 Monate Elternzeit und so ist auch bei einer Trennung die Doppelresidenz üblich (und die Geburtenrate mit 1,85 im Vergleich relativ hoch).

Finnland setzt damit bereits jetzt eine EU Richtlinie au dem Jahr 2019 um, welche gleiche Elternzeit für beide Eltern vorschreibt. Die einzelnen Regierungen haben bis 2022 Zeit diese umzusetzen. Es ist allerdings zu befürchten, dass Deutschland dieses nur in letzter Minute oder verzögert tun wird, da man es hierzulande bei Fragen in denen es um Gleichberechtigung und Familie geht traditionell schwer hat.

Wer von Gleichberechtigung bei der Elternzeit redet muss dann allerdings auch dafür sorgen, dass bei einer Trennung der Eltern eine Elternschaft auf Augenhöhe ermöglicht wird. Die heutige Gesetzeslage in Deutschland ist aber streitbefördernd und führt in der Regel zur Ausgrenzung eines Elternteils und Schädigung der Kinder. Erst kürzlich hat fast die gesamte Politik den FDP-Antrag zur Doppelresidenz im Bundestag abgelehnt. In Deutschland ist fortschrittliche Familienpolitik immer noch ein Tabuthema.