Das Logo des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Erste Hilfe bei Trennung
Praktische Tipps für Eltern bei Trennung und Scheidung
Seminar für Beistände
am 24.08.2019
Workshop Strafrecht und familienrechtlicher Streit
am 31.08.2019
Allen Kindern beide Eltern!
Werde aktiv

Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Migration und Umwelt sind die vorwiegenden Themen der Wahlprogramme der etablierten Parteien. Die Themen Familie und Kinder werden i.d.R. nur als Nebenaspekt oder gar nicht behandelt. Gleichberechtigung gibt es bei den meisten Parteien (insbesondere SPD/Grüne/Linke) nur für Frauen. Das Wahlprogramm der CDU/CSU ist wie gewohnt dünn und selbstzufrieden. Das Wort Vater sucht man i.d.R. vergeblich. Nach dem positiven Wahlprogramm zur Bundestagswahl der FDP hätte man auch von dort etwas erwartet. Fehlanzeige - was also wählen?

Lediglich die Familienpartei (nomen est omen) und die AfD haben ein auf europäischer Ebene relevantes familienpolitisches Programm.

So fordert die Familienpartei u.a. die Einführung eines bedarfsdeckenden Kindergeldes um Familien zu entlasten und die Geburtenrate zu erhöhen. Finanziert werden soll diese Leistung durch eine Abgabe in Höhe von 4% auf das Bruttoeinkommen. So sollen Familien entlastet werden, die hauptsächlich alleine die Kosten der aufwachsenden Generation tragen und damit das Rentensystem stützen. Die Familienpartei erwähnt ausdrücklich, dass durch diese Leistung dann auch der Barunterhalt bei getrennten Familien wegfallen würde.

Wir meinen: Damit wäre das Prinzip "Einer betreut, der andere zahlt" endgültig ad acta gelegt und der Weg zur Doppelresidenz frei. Sogenannte Alleinerziehende würden dadurch den Anreiz erhalten, den anderen Elternteil mehr in die Betreuung einzubeziehen oder ihn gar zur Betreuung verpflichten.

Die AfD konzentriert sich auf die deutsche Kernfamilie und fordert ein Forschungsprogramm um den Geburtenrückgang, der zur Überfremdung führe, zu erforschen und Maßnahmen zu entwickeln um auf die zur Stabilisierung einer Bevölkerung notwendigen 2,1 Kinder/Frau (!) zu kommen. Auch hier kommen getrenntlebende Eltern und ihre Kinder im wesentlichen nicht vor. Lediglich Alleinerziehende werden am Rand erwähnt. Vielmehr solle sich Europa in der Familienpolitik nicht einmischen dürfen. Die Familienpolitik dient der AfD lediglich dazu um einerseits das Kolabieren des Rentensystems zu verhindern und gleichzeitig die andernfalls notwendige Zuwanderung zu beschränken.

Nur mit Europa: Eltern- und Kinderrechte durchsetzen

Europafeindliche Parteien (AfD/NPD usw.) sollte man tunlichst vermeiden zu wählen. Nur zur Erinnerung: Alle relevanten Änderungen im deutschen Familienrecht wurden lediglich über den Umweg über den Europäischen Gerichtshof erkämpft. Die deutsche Politik und ewig gestrige Familienrichter mussten sich bisher immer dem Druck Europas fügen. Europa sichert Kindern und Eltern ihre Grund- und Menschenrechte. Wer das negiert, darf sich nicht wundern, wenn deutsche Familienrichter weiter ungehindert Schaden anrichten und sich über Grund- und Menschenrechte und die UN Kinderrechte Deklaration hinwegsetzen.