Das Logo des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

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Nächste Workshops und Seminare

21.01.2022 18:00 - 22:00 Uhr
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Online Workshop I - Grundlagen Verfahrensrecht

Aktuelle Meldungen

Deutsche Bahn: Ab 12. Dezember fahren auch nicht leibliche Kinder bis 14 Jahre mit Begleitperson umsonst.

Die Deutsche Bahn passt ihre Familienpolitik an die Ampel an: demnächst dürfen auch nicht leibliche Kinder bis 14 Jahren umsonst (mit)reisen, die von einer Begleitperson mit Fahrschein mitgenommen werden.

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Mitgliederversammlung des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V. beschließt Namenszusatz

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V. am 23.11.2021 wurde die Ergänzung des Vereinsnamens um die Zusätze Eltern bleiben und Bündnis von Müttern UND Vätern beschlossen. In einem internen Wettbewerb konnten die Mitglieder bis zu einem Stichtag Namensvorschläge machen. Diese Namensvorschläge wurden gesammelt, auf der Mitgliederversammlung vorgestellt und kontrovers diskutiert. Die Mehrheit der anwesenden Mitglieder sprach sich für die o.a. Namenszusätze aus.

Damit nennt sich der Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V. ab sofort

Eltern bleiben | Bündnis von Müttern UND Vätern
Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.
 

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Kampagne gegen Eltern-Kind-Entfremdung gestartet

Zerrissenes Herz mit Träne. Aktionslogo Genug Tränen – Kinder brauchen beide Eltern

Ein Aktionsbündnis unterstützt von Wissenschaftlern und Therapeuten hat heute eine Kampagne inklusive Petition gestartet, die Politik und Öffentlichkeit bewegen soll Maßnahmen gegen psychischen Missbrauch von jährlich 30.000 bis 60.000 Kindern zu ergreifen.

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Blog Kinder Trennung Familienrecht

Entfremdung/PAS

Italien: Wer den Ex-Partner vor den Kindern diskreditiert, wird drastisch sanktioniert.

Ein Gericht in Rom soll laut einem Bericht der TAZ eine Mutter zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 EUR verurteilt haben. Interessant: Die Autorin mit eigener PAS Erfahrung (10 Jahre Kontaktabbruch zum Vater) fordert auch hierzulande drastischere Strafen um Kinder vor diesem Leid zu schützen.

Interview mit Hans-Christian Prestien im Dradio Interview mit Hans-Christian Prestien im Dradio

Der Richter a.D. Hans Christian Prestin, der auch auf der Fachtagung des VAfK Köln "Umgang sicherstellen – Vaterlosigkeit verhindern" am 20.07.2011 in Köln sprechen wird im Interview.

Interview mit Hans-Christian Prestien im Dradio

Der Richter a.D. Hans Christian Prestin, der auch auf der Fachtagung des VAfK Köln "Umgang sicherstellen – Vaterlosigkeit verhindern"

Im Bundestag vertretene Parteien sind für Männer nicht wählbar – VafK Köln im Interview mit FDP Bundesvorsitzender Suding

Berlin/ Köln. Parteien sind für Männer nicht wählbar, so lautet eine Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter, die am kommenden Montag herausgegeben wird.

Die Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) stellt fest: „Die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien sind für Männer nicht wählbar“, so ihr Sprecher Gerd Riedmeier. Der Verband wertete die Wahlprogramme der Parteien aus und bedauert: „Die Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern kommen in ihnen nicht vor.“ und lädt ein zum Pressegespräch am Montag, 04.09.2017 um 12 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.

ICD-11 schließt ‘Parental Alienation’ (Eltern-Kind-Entfremdung) ein

Übersetzung aus dem Englischen

Veröffentlicht am 19. Juli, 2018, von William Bernet, M.D., Präsident der Parental Alienation Studiengruppe

Viele Mitglieder der PASG, der Parental Alienation Studiengruppe, unterstützten die Anerkennung.

ZUM ERSTEN MAL ist der Begriff “Parental Alienation” in der neuen Ausgabe der Internationalen Klassifizierung der Krankheiten (ICD-11) enthalten. Parental Alienation ist in ICD-11 keine Diagnose für sich, sondern sie gilt als Synonym oder Indexbegriff für eine bestimmte Diagnose, d.h. ein Problem in der Beziehung zwischen Betreuungsperson und Kind (Caregiver-Child Relationship) (QE52.0). Die endgültige Version von ICD-11 ist im Internet frei verfügbar unter https://icd.who.int/.  Gehen Sie auf diesen Link und dann zum „ICD Browser“. Dort können Sie nach ‚Parential Alienation‘ (absichtliche Eltern-Kind-Entfremdung) und ‚Parential Estrangement‘ (emotionale Eltern-Kind-Entfremdung) finden. Beide Begriffe gelten als anerkannt, da sie im Index des dreibändigen ICD-11 enthalten sind.

Frauen im Väteraufbruch für Kinder

Warum organisieren sich Frauen im VafK?

Unser Antrieb ist unsere tiefe Überzeugung, dass Kinder beide Elternteile für ein glückliches Leben brauchen: also "Allen Kindern beide Eltern"!

Entfremdung und Ausgrenzung von Elternteilen und Familienangehörigen ist geschlechtsneutral. Auch Mütter werden aus dem Leben ihrer Kinder ausgegrenzt, ebenso wie Väter. Diese Mütter erleben im VafK - ebenso wie Großmütter oder neue Partnerinnen von betroffenen Vätern - Solidarität und bekommen Unterstützung.

Wir möchten Frauen ermutigen, sich im Väteraufbruch für Kinder zu engagieren oder sich an uns zu wenden. Um hier die Unterstützung zu finden, die Sie benötigen! Deshalb haben wir das Frauennetzwerk im VafK gegründet. Denn es gibt uns, die Frauen im VafK! Und wir werden immer mehr. 

Die Frauen im Väteraufbruch für Kinder sind

  • Entfremdete Mütter, die in anderen Organisationen, vor allem bei Frauen- und Mütterorganisationen auf wenig bis gar kein Verständnis für ihre Situation stoßen und zusätzlich stigmatisiert werden, denn der falsche Vorwurf, dass die Mutter es ja nur selbst verschuldet haben kann, wenn Kinder nicht bei ihr sind oder den Kontakt zu ihr ablehnen, ist tief in der Gesellschaft verankert.
  • Ehemals ausgegrenzte Mütter, die ihre Erfahrungen an andere weitergeben und diese unterstützen möchten. Wohlwissend wie langfristig traumatisierend diese Erfahrungen sind für Eltern und für Kinder.
  • Töchter, die den Kontakt zu einem Elternteil verloren haben oder hatten.
  • Großmütter und andere weibliche Familienangehörige, die ebenfalls ausgegrenzt werden und vom Kontakt zu den Kindern ferngehalten werden,
  • Frauen, die statt der betroffenen Väter Hilfe für diese suchen, auch neue Partnerinnen,
  • Mütter, die Hilfe und Wege suchen, einen „flüchtenden“ Vater an der Erziehungsarbeit zu beteiligen, ihrem Kind den Vater zu erhalten,
  • Frauen, die sich für eine gleichberechtigte Aufteilung von Haus- und Familienarbeit einsetzen und die ihre Berufschancen auch als Mütter aktiv nutzen wollen.

 

 Mütter im Väteraufbruch für Kinder e. V.

  • setzen sich ein für gemeinsame Elternschaft und Bindungstoleranz
  • wollen stark sein für die eigenen Kinder
  • müssen der gesellschaftlichen Zuschreibung von „Rabenmutter“ etwas entgegensetzen und Stärke entwickeln
  • stehen nicht alleine mit dem Problem da
  • sie sehen als Großeltern ihre Enkel nicht, weil es zwischen den Eltern schon mit Absprachen nicht klappt und der Sohn oder die Tochter ihre Kinder nicht sieht. Sie erleben, wie die Familie ihrer Kinder zerbricht, wie ihr Sohn oder ihre Tochter unter der Trennung leiden.
  • ihr neuer Partner ist Vater von Kindern, die bei der Mutter leben. Zwischen den Eltern gibt es Kommunikationsprobleme. Sie selbst suchen noch nach ihrer Rolle in der Patchworkfamilie. Vielleicht lehnen die Kinder sie ab? Vielleicht haben die Kinder aber auch eine besonders gute Beziehung zu ihnen? Vielleicht erleben sie auch einen Beziehungsabbruch, weil die Mutter der Kinder ihres Partners wegzieht oder selbst einen neuen Partner kennengelernt hat?

Wenn Mütter nach Trennung und Scheidung den Kontakt zu ihren Kindern verlieren, ist das ein Phänomen, das viele Väter nur zu gut kennen. Aus diesem Grund wurde vor über 30 Jahren der Väteraufbruch für Kinder e. V. gegründet. „Allen Kindern beide Eltern“ ist sowohl Motto als auch Forderung, die sich um das Recht des Kindes auf beide Eltern auch in Trennungs- und Scheidungssituationen bemüht. Beide Eltern sind Mutter und Vater. Sie bleiben für das Kind immer die Eltern.

In Deutschland ist die häufige Praxis, das ein Vater sein Kind oder seine Kinder nach einer Trennung nicht mehr sieht eher gesellschaftlich anerkannt, als dass dies einer Mutter passiert. Wenn eine Mutter aus dem Leben ihres Kindes oder ihrer Kinder ausgegrenzt wird, geht die Gesellschaft davon aus, dass wichtige Gründe im Verhalten der Mutter die Ursache dafür sein müssen. Ohne triftigen Grund wird in Deutschland keine Mutter aus dem Leben ihrer Kinder gedrängt. Oh doch!    Genau wie Väter können auch Mütter in die Situation kommen, unverschuldet den Kontakt zu ihren Kindern zu verlieren.

Wohin wendet man sich als Frau, als betroffene Mutter? Es mag zwar sein, dass es viele Frauenorganisationen gibt, aber bei dem Thema des Kontaktverlustes zum Kind in oder nach Trennung und Scheidung reduzieren sich die Hilfsangebote und Anlaufstellen sehr schnell auf Null. „Sowas gibt es nicht, dass ein Kind nicht bei der Mutter ist“ oder „Das hatten wir ja noch nie!“ sowie die bekannten Vorwürfe und kritischen Nachfragen, was man sich denn zuschulden kommen lassen habe, sind die Antworten auf das Hilfegesuch. In vielen Fällen wurde in der Vergangenheit der Kontakt von Frauen zum Väteraufbruch für Kinder e. V. per Zufall oder erst nach langer Internetrecherche gefunden.

Das wollen wir ändern!

 

Film über Entfremdung im Landtag Rheinland-Pfalz - Public Viewing am 12.02.2020 in Köln

Am 12.11.2019 wurde der SWR Fernseh-Film "Weil du mir gehörst" im Landtag des Landes Rheinland-Pfalz aufgeführt. Der Film zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung (PAS) ist vorab bereits auf einigen Festivals gelaufen und wurde von der Kritik u.a. mit dem Wort "unerträglich" beschrieben. Insbesondere Betroffenen dürfte das Anschauen schwer fallen. Wir schauen uns den Film am 12. Februar deshalb gemeinsam an.

FDP bringt voraussichtlich im Januar Gesetzentwurf für Doppelresidenz ein

Unbestätigte Mitteilung von Daniel Föst MdB, Vorsitzender der FDP Bayern, vom 18. Dezember 2017:

Es wird Zeit, dass auch das Familienrecht reformiert, modernisiert und gerechter wird. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass das Wechselmodell bzw. die Doppelresidenz zum Regelfall nach einer Trennung wird. Dazu bereiten wir gerade einen Gesetzentwurf vor, den wir im Januar nächsten Jahres einbringen werden. Mit dem Wechselmodell wird die Betreuung der Kinder im Streitfall nach einer Scheidung oder Trennung neu geregelt.

Falschanzeigen bei Vergewaltigung und Missbrauch nehmen stetig zu

Das Bayrische Landeskriminalamt zitiert in einer Untersuchung zu Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden.

In 40 % aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95 % der in Sorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch.

Europäische GRÜNE unterstützen Veranstaltung zu Eltern-Kind-Entfremdung im Europaparlament

Am 06.02.2020 findet in Brüssel die Konferenz „We love you both“ statt, welche sich mit psychologischen, rechtlichen und politischen Aspekten von Eltern-Kind-Entfremdung befasst.

Entfremdungsstrategien erkennen

Die amerikanische Psychologin Dr. Amy Baker, welche sich umfangreich mit dem Phänomen der Eltern-Kind-Entfremdung beschäftigte, fasste aufgrund ihrer Beobachtungen in Entfremdungsfällen die 17 primären Entfremdungsstrategien des entfremdenden Elternteils zusammen.

Entfremdung eines Kindes ist Missbrauch und kein Kavaliersdelikt

Trennungs-Kinder sind entfremdenden Elternteilen häufig schutzlos ausgeliefert und leiden unter den Folgen meist ein Leben lang. Anlässlich des Internationalen Tages der Eltern-Kind-Entfremdung am 25.04.2020 mahnt der Verein Väteraufbruch für Kinder e.V. mehr Schutz für Kinder an.

Entfremdung

Als eine der größten Gefahren für Kinder wurde weltweit die sogenannte Entfremdung von ihren Bindungspersonen, erkannt.

Kinder benötigen für ihr gesundes Heranwachsen ein gutes Vertrauen in ihre Eltern und in die Gesellschaft.
Daher gilt weltweit die Entfremdung und der Verlust des Urvertrauens zu den Eltern bzw. zu den wichtigsten Bindungspersonen als eine der größten Gefahren für Kinder.

Die Bundesregierung bzw. das Bundesministerium der Justiz hat die Gefahr der Entfremdung erkannt und klärt mit folgenden Worten auf: "Eine wichtige Aufgabe ist, entsprechend dem Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Elternteilen einer Entfremdung des Kindes zu einem der Elternteile entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang haben die Erkenntnisse über das von dem amerikanischen Psychologen Gardner beschriebene sog. "Parential Alienation Syndrom (PAS)" - wörtlich übersettzt "Elterliches Entfremdungssyndrom" in Deutschland große Resonanz gefunden, so dass von einem entsprechenden Problembewußtsein in der Praxis ausgegangen werden kann."
(siehe Bundesministerium der Justiz, "Das Kinderschaftsrecht", Seite 26ff, September 2016, kostenlose Informationsbroschüre)

Seit langem wird beobachtet, wie mit steigender Tendenz Elternteile versuchen, ihr Kind zu schädigen indem sie es von dem anderen Elternteil entfremden.

Bei der sogenannten Entfremdung verliert das Kind eine der wichtigsten Bindungspersonen in seinem Leben.

 

Willkürliche Umgangsverweigerung und Umgangsverhinderung durch ein Elternteil, ist als Warnsignal zu betrachten und deutet auf umfangreicheres Fehlverhalten und auf u.U. tiefliegende psychologische Probleme des betreuenden Elternteils.

Psychologische Probleme des betreuenden Elternteils werden zu Lasten der heranwachsenden Kinder ausgelebt.

Häufig können die Probleme des betreuenden Elternteils sogar zu traumatischen Prägungen der Kinder führen.

Die ersten Hinweise auf ein Fehlverhalten von betreuenden Elternteilen sind zu erkennen, wenn der betreuende Elternteil versucht den anderen Elternteil auszugrenzen.

Meist sind es anfangs nur kleine Nadelstiche, die gesteigert werden, bis sie schließlich in unbegründeten Anträgen auf Alleinsorge münden - Vermutungen auf fehlende Bindungstoleranz treten auf. Spätestens dann ist erkennbar, dass die betreuenden Elternteile nicht die Interessen der Kinder vertreten sondern gegen das Kindeswohl handeln.

Es treten unverarbeitete psychologische Probleme der betreuenden Elternteile in den Vordergrund und lassen diese betreuenden Elternteile zum Nachteil und auf Kosten der von ihnen betreuten Kinder handeln. Ein solches Verhalten von betreuenden Elternteilen ist durchaus als krankhaft einzustufen.

Ärzte und Therapeuten unterscheiden verschiedene Konstellationen in denen sich die Probleme des betreuenden Elternteils zeigen können.

Die Entfremdung entwickelt sich, wenn das Kind - bewußt oder unbewußt - vom betreuenden Elternteil in einen Loyalitätskonflikt getrieben wird.

Wenn das Kind Anfangs noch äußert, mit dem nicht betreuenden Elternteil in Kontakt bleiben zu wollen, werden diese Kontakte durch den betreuenden Elternteil massiv behindert und das Kind entwickelt Schuldgefühle. Das Kind wird durch den betreuenden Elternteil verstärkt reglementiert und wird häufig in die Rolle eines Partnerersatzes gedrängt.

Kontakte des Kindes zum nicht betreuenden Elternteil, können beim betreuenden Elternteil panikartige Verlustängste auslösen. Regelmäßig werden dann Umgangstermine willkürlich abgesagt und verhindert.

Dem Kind wird durch die Entfremdungsstrategien vom betreuenden Elternteil ein negatives Bild des nicht betreuenden Elternteils vermittelt.

Es beginnt ein Loyalitätskonflikt, der schließlich in schweren psychischen Störungen des Kindes kumuliert.

 

Die Symptome sind deutlich erkennbar und inzwischen bei Kindern im Trennungskontext weit verbreitet.

 

Die betreuenden Elternteile erkennen zumeist nicht, dass sie selber die Verursacher der Störungen der Kinder sind.
Betreuende Elternteile die eine Entfremdung versuchen, stellen sich oftmals selber als die Opfer dar, werten den anderen Elternteil ab, lehnen Vermittlungsbemühungen ab, versuchen Kontakte zum anderen Elternteil zu vermeiden.

Fachkräfte, Therapeuten und Ärzte werden oftmals gezielt als Helfer einbezogen. Oftmals ist das Agieren des entfremdenden Elternteils derartig geschickt, undurchschaubar und überzeugend, dass erst bei dauerhafter Beobachtung der Entwicklung und der Indizien, die Täuschungsversuche und Schädigungsversuche, erkannt werden können.

 

Entfremdende Elternteile benötigen tatsächlich Unterstützung und Zuwendung. Dies kann jedoch nicht in Form von Ausgrenzung und Entfremdung zu Lasten betroffener Kinder erfolgen.

Oftmals basiert das entfremdende Verhalten des betreuenden Elternteils lediglich auf Projektionen. Real ist hingegen das Destruktive und Unmoralische des entfremdenden Handelns.

Ob dem entfremdenden Elternteil mit einer Borderline-Therapie geholfen werden kann, ist im Einzelfall zu prüfen.

 

In jedem Fall ist bei Verdacht auf Umgangsverhinderung, schnellst möglich eine psychologische Betreuung und Begutachtung des betreuenden Elternteils zu erwägen.

Insofern ist der Tatbestand der Umgangsverhinderung nicht nur als Ordnungswidrigkeit mit Ordnungshaft und Ordnungsgeldern zu verfolgen, sondern auch als deutlicher Warnhinweis an Jugendämter und Professionen zu verstehen, eine intensive Beobachtung des auffällig gewordenen umgangsverhindernden Elternteils anzustreben und gegebenenfalls die Übertragung des Sorgerechts auf den anderen Elternteil anzustreben.

 

Die Bundesregierung bzw. das Bundesministerium der Justiz klären deutlich auf, dass Kinder das Grundrecht auf Umgang mit beiden Elternteilen haben. Die UN-Kinderrechtskonvention definiert sogar das Kindeswohl über den Umgang: "Es ist grundsätzlich gegen die Interessen und gegen das Wohl des Kindes, wenn der Umgang mit einem Elternteil verhindert wird."

Die Bundesregierung bzw. das Bundesministerium der Justiz erläutern: "Das eigene Umgangsrecht des Kindes entfaltet... Signalwirkung für den Elternteil, der den Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil verhindern will. Diesem Elternteil wird damit deutlich vor Augen geführt, dass er nicht lediglich das Recht des anderen Elternteils, sondern vielmehr auch das Recht des Kindes vereitelt und damit grundsätzlich nicht im Interesse seines Kindes handelt.
Verstößt ein Elternteil durch Umgangsverhinderung in schwerwiegender Weise gegen seine Loyalitätspflicht, so kann dies... aus Gründen des Kindeswohls... Anlass geben, ihm das Sorgerecht ganz oder teilweise zu entziehen und auf den anderen Elternteil zu übertragen."
(siehe Bundesministerium der Justiz, "Das Kinderschaftsrecht", Seite 30, September 2016, kostenlose Informationsbroschüre)
http://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Kindschaftsrecht.pdf?__blob=publicationFile

 

In Deutschland gibt es leider immer noch Fachkräfte, bei denen das Verantwortungsgefühl für Kinder nur gering ausgeprägt ist.
Daher kann immer wieder das Ignorieren der Gefahren von Entfremdungen und das Ignorieren der weltweit eindeutigen Forschungsergebnisse, bei unqualifizierten Fachkräften angetroffen werden.



 

Anmerkung:

Unter dem Begriff Entfremdung werden 2 Symptomkomplexe zusammen gefasst.

Zum einen die krankhafte Form der Entfremdung, wenn das Kind in einer Atmosphäre groß wird, in der der abwesende Elternteil herabgesetzt und ausgegrenzt wird. Das Kind, das beide Elternteile lieben möchte, wird vom betreuenden Elternteil so erzogen, dass es den abwesenden Elternteil ablehnt und die Ablehnung des abwesenden Elternteils durch den betreuenden Elternteil in die eigene Empfindungs- und Gefühlswelt übernimmt und diesen ebenso ablehnt, obwohl es keine schlechten Erfahrungen mit dem umgangsberechtigten Elternteil gemacht hat. Dann spricht man vom Entfremdungssyndrom. Das Kind, das loyal gegenüber Mutter und Vater sein möchte, muss einseitig die Loyalität gegenüber dem entfremdeten Elternteil aufgeben. Es lernt, den abwesenden Elternteil zu hassen, weil der betreuende Elternteil den Ex-Partner hasst.

Zum anderen die einfache Entfremdung, umgangssprachlich auch fremdeln genannte, ist ein völlig normaler Vorgang. Wenn das Kind seinen abwesenden Elternteil nur alle 14 Tage sieht, fremdeln Elternteil und Kind, man muss sich erst wieder aneinander gewöhnen. Man hat sich ein Stück weit auseinander gelebt. Dem fremdeln kann man durch häufigere Umgangskontakte, z.B. wöchentlich oder mehrmals pro Woche, begegnen. Auch regelmäßiges Telefonieren überwindet das Fremdeln. Kinder, die glücklich groß werden, überwinden das Fremdeln sehr schnell oder zeigen gar keine Anzeichen von Fremdeln, wenn sie zum abwesenden Elternteil wechseln.

 

 

Spendenkonto: Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 - Kontonr. 19 318 812 60 BIC COLSDE33 - IBAN DE 95 370 501 98 19 318 812 60

EGMR: Verurteilung, da Staat nicht alles gegen Entfremdung und für Herausgabe der Kinder unternahm

Hier eine Aktuelle Entscheidung des EGMR zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung. Die Staatlichen Institutionen hatten über Jahre nur unzureichende Maßnahmen ergriffen, um den entfremdeten Elternteil mit den Kindern zusammenzuführen. Interessant: der EGMR benennt ausdrücklich das Thema Entfremdung (Ablehnung eines Elternteils wird in Deutschland i.d.R. als Kindeswille missgedeutet).

EGMR: Kein Umgangsausschluss bei Entfremdung durch Mutter

Deutschland erneut wegen Kindesentfremdung verurteilt

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erkennt wiederholt Menschenrechtsverletzung im deutschen Familienrecht.

Am 6. Oktober 2016 entschied der EGMR in der Sache Moog ./. Deutschland (23280/08 und 2334/10), dass ein mehrjähriger Umgangsausschluss nicht gerechtfertigt war, zumal nicht alle notwendigen Maßnahmen unternommen wurden, den Kontakt zwischen Vater und Sohn wieder anzubahnen.

DLF: Wenn Scheidungskinder erwachsen sind

Welche Spuren hinterlässt eine Trennungserfahrung im Elternhaus bei den Kindern? Eine Erkenntnis: Die Trennung der Eltern gehört zu den prägendsten Erfahrungen im Leben und beeinflusst die Bindungsfähigkeit. Fehlende (männliche) Rollenmuster und emotionaler Missbrauch sind weitere Belastungen, die zu schweren psychischen Störungen führen.

Dissertation: Kindliche Kontaktverweigerung nach Trennung der Eltern aus psychologischer Sicht. Entwurf einer Typologie.

Bereits Anfang der 1990er-Jahre widmete der amerikanische Kinder- und Jugendpsychiater Richard Gardner sich einem bis dahin weitgehend unbeachteten Phänomen – Kindern, die im Trennungskontext scheinbar ganz von sich aus jeden Kontakt zum Besuchselternteil kategorisch ablehnten, obwohl keine nachvollziehbaren Gründe dafür erkennbar waren – etwa Gewalterfahrungen oder sexueller Missbrauch o.ä.. Nicht selten war die Beziehung des Kindes zu diesem Elternteil zuvor sogar besonders
eng und innig gewesen.

Der emotionale Missbrauch des Scheidungskindes

Von Hans-Otto Burschel, Direktor Amtsgericht Bad Salzungen

Definieren würde ich emotionalen Missbrauch dabei als das manipulative Einwirken auf das Kind, um das Verhältnis zum anderen Elternteil nachhaltig zu stören oder zu zerstören.

Das traumatisierte Kind

Wie Beziehungsdramen Kinder lebenslang traumatisieren und sogar körperlich schädigen
    
Scheidungsdramen, Beziehungskriege, Vernachlässigung und Gewalt – die Wege zum kindlichen Trauma sind vielfältig. Die Auswege nicht. Die Folgen dramatisch: Kindliche Traumata wirken ein Leben lang nach – psychisch wie physisch.

Common Shared Parenting Myths

With all the positive aspects of shared parenting, we need to get out of these archaic and draconian Family Court practices. This starts with awareness and debunking myths, so they are not further perpetuated among the Family Court culture.