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Beratung für Eltern bei Problemen mit Sorgerecht, Umgangsrecht, Jugendamt

Psychologie

Die amerikanischen Wissenschaftler stellten fest, dass Kinder getrennt lebender Eltern zwischen 1 - 2 Jahren in ihrer Entwicklung profitieren wenn sie häufig beim jeweils anderen Elternteil übernachten. Interessant dabei, dass dieses selbst dann förderlich war wenn ein Elternteil sich gegen die gemeinsame Betreuung ausgesprochen hatte.

Die Studie stellt fest, dass emotionaler Missbrauch und psychische Gewalt weit verbreitet ist und deren Auswirkungen für die Entwicklung von Kindern vergleichbar mit sexueller und physischer Gewalterfahrung ist. Schwere psychische Störungen wie Angststörungen, Depressionen, Regelverletzungen und Aggression sind die Folge.

"Kontaktabbruch zu Eltern macht Scheidungskinder krank", sagt Ursula Gresser. Die Medizinerin hat die sechs neuesten internationalen Studien zu dem Thema ausgewertet.

Warshak räumt anhand der Auswertung von 110 internationalen Studien mit dem Vorurteil auf, dass gemeinsame Elternschaft bei sorge- und umgangsrechtlichen Streitigkeiten Kindeswohlschädlich sei.

Belastende Ereignisse aus der Kindheit (z.B. Trennung der Eltern) könnten die Gesundheit und die Lebensumstände im Erwachsenenalter beeinflussen.

Trennungs- und Scheidungskonflikte sind ein oft stark verknäultes Konglomerat aus materiellen, sozialen und psychologischen Konfliktanteilen. Der gesamte Komplex stellt eine große Herausforderung für alle an der Konfliktregulierung beteiligten Professionen und Institutionen dar. Der Erfolg hängt dabei wesentlich von der Beratungs- und Interventionskompetenz sowie einem guten und lösungsorientierten Zusammenwirken aller beteiligten Akteure ab.

ANFORDERUNGEN AN DIE BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG

Der Gesetzgeber formuliert als klare Leitziele für die Regulierung der familiären Lebensverhältnisse bei Trennung und Scheidung den Beziehungserhalt zwischen dem Kind und seinen beiden Eltern sowie den Konfliktabbau zwischen den Eltern. Trennungsbetroffene benötigen in diesem Zusammenhang vor allem ideologiefreien Rat und eine niederschwellig ausgerichtete psychologische und praktische Hilfe (vgl. Jopt 2002; Fthenakis 2008; Weber 2013).

In Beratungen und Foren werden immer wieder dieselben Fragen (faq = Frequently Asked Questions) von einer grossen Zahl Väter gestellt, die sich in oder nach einer Trennung befinden. Kinder weg, finanziell unter Druck, Gerichtstermine, Ärger mit Jugendämtern - die häufigsten Fragen dazu sollen hier ansatzweise beantwortet beziehungsweise Hilfen bereitgestellt werden, um selbst Antworten zu finden.

Cover Verlust von Kindeswohl Durch ein Rating-Verfahren wurden 151 Items mit einem relativen Verlust von Kindeswohl beschrieben, das es erlaubt, den Grad von Benachteiligung, Beeinträchtigung oder Gefährdung von Kindern unter hochstrittiger Trennung der Eltern zu quantifizieren.

Die Ergebnisse des Rating-Verfahrens zeigen auf, dass derzeit familiengerichtliche Entscheidungen oder sorgerechtliche Überlegungen überwiegend nicht verzerrungsfrei getroffen werden, da menschliches Beurteilungsvermögen von persönlichen Sichtweisen, beruflichem Hintergrund, oder anderen Einflüssen geprägt wird.

Cover Erziehung im WechselmodellFür konflikthafte und widersprüchliche Positionen der Eltern, wie sie nach Trennungen im Umgehen mit gemeinsamen Kindern fast regelhaft auftreten, scheint das Wechselmodell einen geeigneten Rahmen zu bieten.

von Dr. Walter Andritzky

Der Beitrag untersucht Persönlichkeitsdynamik und Verhaltensmuster von Elternteilen, welche nach Scheidung/Trennung versuchen, den Kontakt eines Kindes zum anderen Elternteil z.B. durch Umgangsbehinderungen zu erschweren.

Maßgeblich und im Einzelfall zu prüfen ist, welche Lösung dem Kindeswohl am besten entspricht. Die fehlende ausdrückliche Zustimmung eines Elternteils ist dabei von untergeordneter Bedeutung.

Das Risiko für beide Kinder, durch Kommunikationsprobleme zwischen der Kindesmutter und dem Kindesvater Belastungen mit kindeswohlgefährdendem Ausmaß zu erleben, hält der Senat derzeit für geringer als die Gefahr der nachhaltigen Verletzung des Selbstwertgefühls beider Kinder.

die häufigsten Fehler entfremdeter Eltern, eine Liste der destruktivsten aber häufigsten Reaktionen auf Entfremdungsanzeichen beim Kind und Tipps für den Umgang mit entfremdeten Kindern.

Bitte bachte auch unsere Literaturliste.

Anmerkung: Inzwischen (2019) ist Eltern-Kind-Entfremdung (EKE/PAS) in der ICD-11 enthalten.

Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen heute eine Book-Review aus American Journal of Family Therapy: 42 (2014) 92 – 94 zur Information zuschicke. Im Zusammenhang mit den sehr problematischen Artikeln von Salzgeber „Rezension des Buches von W. Bernet, Parental Alienation DSM-5 und ICD-11“ in Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe (ZKJ) 12 (2011) und von Fegert „Endgültiges Aus für das Parental Alienation Syndrome (PAS) im amerikanischen Klassifikationssystem DSM-5“ (in ZKJ 5 (2013) sowie in ZKJ 10 (2013)) erscheint diese Review von Interesse. Dr. Dr. (Univ. Prag) Salzgeber und Prof. Fegert gelten in Deutschland als zwei der vehementesten Gegner von Parental Alienation, ohne allerdings wissenschaftliche Studien für ihre Ablehnung vorzulegen.

Ebenfalls in 2012 publizierten A. J. L. Baker & S. R. Sauber „Working with alienated Children and Families”, Routledge, New York, USA. (s. Gliederung anbei). Ein sehr gutes Buch für die Praxis.

Die englische Wissenschaftlerin Sue Whitcombe wurde 2013 für ihren exzellenten Artikel „Psychopathology and the conceptualisation of mental disorder: The debate around the inclusion of Parental Alienation in DSM-5“ in Counselling Psychology Review, Vol. 28, No. 3, September 2013 von der britischen Psychologischen Gesellschaft ausgezeichnet. Der Artikel ist beigefügt.
 
In der Zeitschrift "Neuropsychiatrie, Psychiatrie, Psychotherapie, Public Mental Health und Sozialpsychiatrie 4/2013, Springer-Verlag, ist ein Artikel des österr. Kinderpsychiaters Wolfgang Menz erschienen: "Ein Fall von Eltern-Kind-Entfremdung" – ein sehr empfehlenswerter Artikel! http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs40211-013-0092-4#page-1
 
In den „Juristischen Blättern“, Austria, (135, 420 – 428 (2013, Teil I) und 135, 488- 496 (2013; Teil II)erschien von Hinterhofer, Müller, Payrhuber und Pletzer: „Das Eltern-Entfremdungssyndrom (PAS) aus medizinischer und rechtlicher Sicht“. Auch dieser Artikel ist sowohl für Juristen als auch für „Mental-Health-Professionals“ lesenswert. Siehe auch http://humanesrecht.com/lexicon/eltern-entfremdungssyndrom-pas
 
Im neuen Kommentar von J. v. Staudingers (2014) zum deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch mit Einführungsgesetz und Nebengesetzen, Buch 4 Familienrecht, §§ 1684 – 1717 (Elterliche Sorge 3 – Umgangsrecht), Neubearbeitung von M. Coester, Th. Rauscher, L. Salgo, Sellier – de Gruyter-Verlag, Berlin, 2014, wird eine ausführliche und sachliche Kommentierung zu Parental Alienation und Parental Alienation Syndrome vorgelegt.
 
Im Dezember 2013 erschien von Lorandos, Bernet und Sauber „Parental Alienation: The Handbook for Mental Health and Legal Professionals“, C. C. Thomas Publ., Springfield, Il., USA, das die weltweiten wissenschaftlichen Befunde zu Parental Alienation zusammenfasst. Dieses Handbuch ist von 13 ausgewiesenen internationalen Spezialisten zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung verfasst. Eine Begleit-CD zu dem Handbuch enthält mehr als 1000 wissenschaftlich relevante Literaturangaben aus 36 Ländern, außerdem werden ca. 500 Gerichtsfälle aus USA und Kanada diskutiert, in denen psychologischeSachverständige und/oder Richter PA in ihren Entscheidungen feststellten. Dieses Buch ist die derzeit aktuellste Publikation zu Parental Alienation und sehr lesenswert für alle Professionen, die mit Kindern in konflikthaften Scheidungssituationen zu tun haben – weltweit! Ein Kapitel (Kap. 13 „Parental Alienation Initiatives around the World“) befasst sich mit globalen Initiativen zu Parental Alienation und gibt insbesondere Einblick in die europäische und deutsche Situation um PA. http://www.ccthomas.com/details.cfm?P_ISBN13=9780398088811.
 
Für francophone Leser dürfte von Interesse sein, dass der französische „Cour de Cassation“ (nationales Berufungsgericht) Parental Alienation Syndrome/Syndrome d’Aliénation Parentale anerkannt hat: Le syndrome d’aliénation parentale reconnu par la Cour de cassation: les premiers pas d’une révolution dans le contentieux familial? Arrêt n° 660 du 26 juin 2013 (12-14.392) - Cour de cassation - Première chambre civile - ECLI:FR:CCASS:2013:C100660; (s. Anhang); auch:http://www.courdecassation.fr/jurisprudence_2/premiere_chambre_civile_568/660_26_26933.htmlhttp://www.lexisnexis.fr/droit-document/article/droit-famille/11-2013/152_PS_FAM_FAM1311CM00152.htm#.U1__Ylf0zk0;  .
 
Die französische Juristin Sophie Paricard (Université Toulouse 1) hat in dem Buch „La convention internationale des droits de L’enfant, une Convention particulière“ (C. Neirinck et M. Bruggeman), Dalloz, 2014 den exzellenten Artikel „Le syndrome d’aliénation parentale, catalyseur d’un conflit des droits de l’enfant“ publiziert.
 
Ich empfehle Ihnen diese Literatur.
 
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Wilfrid v. Boch-Galhau

Unter den Gutachtern, die bei gerichtlich in Auftrag gegebenen Gutachten in Einzelfällen oder häufig eine Tendenz signalisiert bekommen haben, gaben 61,1 Prozent (n = 11) der psychologischen Gutachter an, mehr als 50 Prozent ihrer Einnahmen aus gutachterlichen Tätigkeiten zu beziehen. Dieser Wert ist bei psychologischen Gutachtern im Vergleich zu den anderen untersuchten Berufsgruppen am höchsten.

Unter dem Begriff Maternal Gatekeeping („mütterliches Türstehen“) wird dieses Phänomen seit gut zwanzig Jahren wissenschaftlich untersucht. Einer US-Studie der Brigham Young University aus dem Jahre 1999 zufolge sollen etwa 20 bis 25 Prozent aller verheirateten Frauen in die Kategorie der Maternal Gatekeeper fallen.

Wie sollte ein Verfahrensbeistand arbeiten? Was muss dabei besonders beachtet werden?

Das steht in den Standards der BAG Verfahrensbeistandschaft / Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e. V.

Im DSM-5 sind zwei neue wichtige Diagnosen enthalten, die auch von klinischen und forensischen Fachleuten in Fällen von PA verwendet werden können.

Wechsekmodell: Psychologie-Recht-PraxisDie von Ihrem Referat auf unserer Fachtagung zum Thema Wechselmodell/Doppelresidenz bekannte Autorin Prof. Dr. Sünderhauf hat nunmehr ihr Buch veröffentlicht.

Hier ein Interview mit Prof. Dr. Sünderhauf zum Thema Wechselmodell/Doppelresidenz im dradio vom 22.08.2013 anlässlich der Veröffentlichung.

Der Inhalt dieser Arbeit ist anhand einiger „Mosaiksteine“ die aktuelle und brisante Thematik der Obsorge im Hinblick auf die Kinder und deren Väter aufzuzeigen.